Greenpeace: Ölverschmutzung an Küste Omans breitet sich aus
In Schutzgebieten an der Küste Omans breiten sich nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace Ölverschmutzungen weiter aus. Auch iranische Küstengebiete auf der anderen Seite der Strasse von Hormus seien von Verschmutzung betroffen, teilte die Organisation am Dienstagabend mit.

Die Gesamtfläche mehrerer Ölteppiche in der Region werde auf etwa 90 Quadratkilometer geschätzt, hiess es weiter. Satellitenbilder zeigten eine Ausbreitung der Verschmutzung in Schutzgebieten, etwa dem omanischen Musandam Nationalpark. Die zerklüftete Küste gilt als wichtige Vogelbrutstätte.
Zudem sieht Greenpeace deutliche Hinweise darauf, dass Öl von einem weiteren Vorfall die Südküste des Omans erreicht hat. Dort war der Tanker «Caroline Bezengi» auf Grund gelaufen, der Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet wird und unter EU-Sanktionen steht.
Am 16. September habe die grösste sichtbare Ausdehnung des Ölteppichs der «Caroline Bezengi» 500 Quadratkilometer betragen. Innerhalb eines 50 bis 70 Kilometer langen Küstenabschnitts seien mehrere verunreinigte Bereiche erkennbar, hiess es.
Iranische Streitkräfte und das US-Militär hatten in der Strasse von Hormus wiederholt Schiffe angegriffen, um jeweilige Blockaden der Meerenge durchzusetzen. Der Vorfall der «Caroline Bezengi» entspringt jedoch mutmasslich einem anderen Konflikt: Der Tanker habe im russischen Hafen Noworossijsk mit grosser Wahrscheinlichkeit Öl geladen, teilte das Geodaten-Unternehmen Synmax Ende Juli mit. Schiffe der russischen Schattenflotte gelten als häufig veraltet und Seefahrtrisiko. Beobachter spekulierten auch, ob die Ukraine das Schiff angegriffen haben könnte.














