Die deutsche Fussball-Nationalmannschaft muss sich auf einen harten Kampf gegen Costa Rica einstellen.
Kündigt an, dass Costa Rica gegen Deutschland «wie die Stiere kämpfen» wird: Torwart Keylor Navas.
Kündigt an, dass Costa Rica gegen Deutschland «wie die Stiere kämpfen» wird: Torwart Keylor Navas. - Guillaume Horcajuelo/epa/dpa

Zumindest lässt Torwart Keylor Navas vom Aussenseiter aus Mittelamerika das vermuten vor dem Alles-oder-Nichts-Duell an diesem Donnerstag (20.00 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV) im Al-Bait-Stadion.

«Wir werden uns teuer verkaufen und wir werden wie die Stiere kämpfen, um unserem Land viel Glück und Freude zu bereiten», sagte der Star-Torwart von Costa Rica in einem Interview dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Mit drei Punkten steht Costa Rica vor dem packenden Finalspieltag der Gruppe E bei der Weltmeisterschaft in Katar auf Platz drei vor Deutschland. Ein Sieg und das Team um Navas wäre im Achtelfinale, je nach Ausgang der Parallel-Partie zwischen Tabellenführer Spanien (4) und Japan (3) kann auch ein Remis reichen.

«Wir wollen für eine Überraschung sorgen», sagte Navas. «Sollten wir tatsächlich ins Achtelfinale einziehen, dann wäre es wohl eine Sensation wie 2014, als wir Italien geschlagen und England zu einem Unentschieden gezwungen haben.»

Costa Rica kann nicht nur mauern

Vor gut acht Jahren war für Costa Rica trotz einer äusserst schweren Gruppe, in der das kleine Land krasser Aussenseiter gewesen war, erst im Elfmeterschiessen im Viertelfinale gegen die Niederlande Schluss. Navas stieg damals zum Nationalhelden auf. Real Madrid holte sich den damaligen Schlussmann von UD Levante.

Mittlerweile spielt Navas, der am 15. Dezember 36 Jahre alt wird für Paris Saint-Germain, ist dort aber meist nur Ersatz. Nach den sieben Gegentoren gegen Spanien zum WM-Auftakt hatte er seinen Kasten beim 1:0 gegen Japan sauber gehalten.

Taktisch sollten sich die DFB-Spieler nicht auf eine reine Defensiv-Strategie einstellen. Trainer Luis Fernando Suárez sei immer für eine Überraschung gut. «Wir können nicht nur mauern, sondern auch selber das Spiel organisieren und viel Ballbesitz haben», meinte Navas. Null Torchancen gegen Spanien und gerade mal vier gegen Japan sprechen allerdings auch eine deutliche Sprache.

Den Bayern-Block bei der deutschen Mannschaft bezeichnete Navas als einen «Riesenvorteil, denn diese Spieler kennen sich perfekt. Sie finden sich blind auf dem Rasen. Ausserdem schätze ich Antonio Rüdiger sehr – ein starker Innenverteidiger, der kaum was brennen lässt und sehr zweikampfstark ist».

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