Grippe

    Wegen Grippe: Unispital Basel führt Maskenpflicht ein

    Laurin Zaugg
    Laurin Zaugg

    Basel,

    Die Grippewelle hat dieses Jahr früher begonnen als letztes Jahr. Aufgrund der stark steigenden Zahlen führt das Universitätsspital Basel die Maskenpflicht ein.

    Grippe Maskenpflicht
    Aufgrund der Grippewelle führt das Universitätsspital Basel die Maskenpflicht ein. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Grippewelle hat in der Schweiz letzte Woche begonnen – nun gibt es Massnahmen.
    • Das Universitätsspital Basel führte am vergangenen Mittwoch die Maskenpflicht ein.
    • Der Höhepunkt der diesjährigen Grippewelle könnte rund um die Festtage erreicht sein.

    Während weisse Weihnachten dieses Jahr unwahrscheinlich scheinen, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass viele an den Festtagen krank sind.

    Das Bundesamt für Gesundheit registrierte vergangene Woche pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 9,3 Grippefälle.

    Mit der Überschreitung des entsprechenden Schwellenwertes startet die Grippewelle in diesem Jahr früher als in den vergangenen Jahren.

    Gemäss dem stellvertretenden Chefarzt Philipp Jent gibt es im Inselspital Bern aktuell zwischen zehn und 20 Patienten mit Grippe.

    Die Tendenz sei klar steigend. Auch das Universitätsspital Basel vermeldet 18 Influenzapatientinnen und -patienten. Das sind zwei- bis dreimal so viele wie im vergangenen Jahr um diese Zeit.

    Maskenpflicht im Universitätsspital Basel wegen Grippe

    Das hat Folgen: Aufgrund der steigenden Patientenzahlen und der epidemiologischen Entwicklungen hat das Universitätsspital Basel letzten Mittwoch die Maskenpflicht eingeführt.

    «Maskenpflicht für Mitarbeitende bei Patientenkontakt gilt in allen ambulanten und stationären Bereichen. Dieselbe Regelung gilt auch für Besucherinnen und Besucher», so Caroline Johnson, Mediensprecherin des Spitals.

    Maske
    Ab letztem Mittwoch gilt im Universitätsspital Basel die Maskenpflicht für Menschen, die Kontakt mit Patientinnen und Patienten haben. (Archivbild) - keystone

    Auch für geimpfte Mitarbeitende gelte die Maskenpflicht. «Die Impfung schützt vor schweren Verläufen, nicht vor einer Übertragung», so Johnson.

    Sind wir an Weihnachten alle krank?

    Auch Prof. Dr. med. Walter Zingg vom Universitätsspital Zürich bestätigt: «Die Influenza-Aktivität nimmt zu und wir haben etwa doppelt so viele Patienten wie vor einem Jahr.»

    Angesichts der aktuellen Lage werden auch in der Weihnachtszeit viele krank sein. Die Abteilung für Infektionskrankheiten im Spital Wallis zieht Vergleiche zu 2022/23.

    Grippewelle 2022
    Die aktuelle Grippewelle entwickelt sich bisher sehr ähnlich wie diejenige aus der Saison 2022/23. - idd.bag.admin.ch

    Vor drei Jahren habe die Grippewelle im Wallis ihren Höhepunkt in Woche 51-52, also rund um die Festtage erreicht. Man könne auch dieses Jahr davon ausgehen, dass «der Höhepunkt während oder kurz nach den Feiertagen erreicht sein wird.»

    Warst du an Weihnachten schon einmal krank?

    PD Dr. med. Christoph Fux, Chefarzt Infektiologie und Infektionsprävention am Kantonsspital Aarau weist darauf hin: «Die Familienfeste bringen enge Kontakte mit vielen Menschen mit sich, weshalb die Übertragung von Viren exponentiell ansteigen kann.»

    Masken schützen vor Ansteckung

    Fux bestätigt, dass das Tragen chirurgischer Masken gegen eine Ansteckung schützte. Dies habe man auch in der Covid-Zeit gesehen: Es habe damals praktisch keine Influenza-Fälle gegeben.

    Um die Fallzahlen möglichst kleinzuhalten, greifen aktuell erste Spitäler, wie das Unispital Basel, auf die Erkenntnisse aus der Corona-Pandemie zurück. Massnahmen wie die Einführung der Maskenpflicht sollen Folgen der Grippe möglichst effizient eindämmen.

    Kommentare

    User #6505 (nicht angemeldet)

    SVP Menschen verfallen in Panik, wenn sie nur das Wort Maske hören. Sie werden die böse böse Maske mit der Hellebarde bekämpfen.

    User #4590 (nicht angemeldet)

    Skeptiker, also Menschen mit sehr tiefer Bildung, werden jetzt hyperventilieren und hysterisch ausrufen. Sie sind nicht belastbar und sehen schon beim Wort Maske rot. Die tun mir wirklich leid.

    Weiterlesen

    weihnachten
    24 Interaktionen
    Prognose
    Grippe
    311 Interaktionen
    Früher als sonst
    ETH Zürich Grippe
    245 Interaktionen
    In Echtzeit!

    MEHR GRIPPE

    grippewelle
    5 Interaktionen
    «Super-Grippe»
    Grippeimpfung Österreich
    11 Interaktionen
    Millionenschaden!
    grippe
    8 Interaktionen
    Gesundheitslage
    Vogegrippe
    Studie zeigt

    MEHR AUS STADT BASEL

    1 Interaktionen
    Basel
    Anti-Chaoten-Initiative
    35 Interaktionen
    Keine schärferen Vorgaben
    5 Interaktionen
    Anti-Chaoten-Initiative
    basel
    1 Interaktionen
    Jubiläum