Winterthurer Buspersonal stellt Ultimatum und droht mit Streik
Die Angestellten von Stadtbus Winterthur haben ein Ultimatum gestellt: Bis Mittwoch wollen sie vom Stadtrat konkrete Zusagen für bessere Arbeitsbedingungen. Sonst streiken sie erneut. Und zwar unangekündigt.

Dies entscheiden die Angestellten am Donnerstagabend an einer Personalversammlung mit der Gewerkschaft VPOD, wie das «Regionaljournal Zürich Schaffhausen» von Radio SRF1 am Freitagmittag berichtete.
Nach dem Busstreik vor zehn Tagen hatte die Stadt am Donnerstag nach Gesprächen ein Angebot zur Lösungsfindung angeboten. Die Gewerkschaft zeigte sich jedoch enttäuscht von den Verhandlungen. «Das genügt nicht», sagte Gewerkschaftsvertreter Micha Amstad gegenüber dem «Regionaljournal».
Es brauche konkrete Zugeständnisse und keine Scheinverhandlungen ohne echtes Angebot. «Das Personal vertraut den politischen Verantwortlichen der Stadt Winterthur nicht», sagte Amstad.
Bis nächsten Mittwoch müsse der Stadtrat klar zeigen, zu welchen substantiellen Massnahmen er bereit sei, hob Amstad hervor. Sollte dies nicht der Fall sein, werde erneut gestreikt. «Dieser Beschluss liegt bereits auf dem Tisch», sagte Amstad. Anders als vor zehn Tagen wollen die Busfahrer den Streik diesmal aber nicht mehr ankündigen.
Hintergrund des Streiks ist ein seit längerem schwelender Konflikt um die Arbeitsbedingungen fürs Fahrpersonal. Die Gewerkschaft VPOD kritisiert kurzfristig angekündigte «Springertage», mögliche Minusstunden, zu tiefe Nachtzuschläge sowie Mängel in der Dienstplanung. Zudem müssten sich Angestellte an Schäden beteiligen.










