Streik von Flughafen-Bodenpersonal in Spanien verschoben
Kurz vor Beginn der Osterreisewelle sind Streiks des Bodenpersonals an spanischen Flughäfen in letzter Minute verschoben worden. Die ursprünglich jeweils für Freitag sowie für das Wochenende geplanten Arbeitsniederlegungen der Beschäftigten der Abfertiger Groundforce und Menzies sollen nicht vor Montag beginnen.

Der Aufschub sei bei den Verhandlungen über bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne kurzfristig vereinbart worden, teilte ein Sprecher der Gewerkschaft UGT der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Eine endgültige Entwarnung könne aber nicht gegeben werden, betonte der Sprecher. Zuvor hatten mehrere spanische Medien darüber berichtet.
Von den drohenden Arbeitskämpfen könnten mehr als ein Dutzend Flughäfen betroffen sein, darunter Madrid, Barcelona, Málaga sowie touristische Ziele auf Mallorca und den Kanaren. Das Bodenpersonal kümmert sich um zentrale Abläufe wie Gepäckabfertigung, Boarding und die Flugzeugabfertigung am Boden.
Die Mitarbeiter von Groundforce wollten ursprünglich ab Freitag unbefristet in den Ausstand treten. Geplant war, montags, mittwochs und freitags in mehreren Zeitfenstern die Arbeit ruhen zu lassen. Bei Menzies sollte am Wochenende sowie zwischen dem 2. und dem 6. April ganztägig gestreikt werden.
Am Freitag war die Lage am Mallorca-Airport Son Sant Joan sowie an allen anderen Flughäfen Spaniens laut Medien weitgehend normal. Sollten die Verhandlungen aber scheitern und es doch zu Streiks kommen, müssten sich Reisende auf längere Schlangen und Verzögerungen einstellen.
Mit einer grösseren Zahl von Flugausfällen ist aber nicht zu rechnen. Wegen der in Spanien gesetzlich vorgeschriebenen sogenannten «Mindestdienste» darf meistens nur ein kleiner Teil der Arbeiter in den Ausstand treten.
Auch zu Ostern zählt Spanien zu den beliebtesten Reisezielen Europas. Laut dem Flughafenbetreiber Aena werden in der Karwoche mehr als 70'500 Flüge erwartet. Vielerorts sind Hotels bereits weitgehend ausgebucht.














