Abstimmung

Uetendorf lagert IT-Infrastruktur nach Thun aus

Keystone-SDA Regional
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Thun,

Die Gemeinde Uetendorf lagert ihre IT-Infrastruktur ins nahegelegene Thun aus. Eine Mehrheit der Stimmberechtigten hat der entsprechenden Vorlage an der Urne zugestimmt.

Die Uetendorfer Stimmberechtigten wollen, dass sich ihre Gemeinde der IT-Infrastruktur der Stadt Thun anschliesst. (Symbolbild)
Die Uetendorfer Stimmberechtigten wollen, dass sich ihre Gemeinde der IT-Infrastruktur der Stadt Thun anschliesst. (Symbolbild) - KEYSTONE/DPA-Zentralbild/JENS WOLF

1681 Personen stimmten für die Auslagerung, 659 waren dagegen. Die Stimmbeteiligung lag bei 52,2 Prozent, wie die Gemeinde Uetendorf am Sonntag mitteilte. Die Umsetzung ist für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen.

Uetendorf wird sich somit dem externen Rechenzentrum der Stadt Thun anschliessen. Auch der Informatiksupport und die Hardwarebeschaffung sollen künftig über die Nachbargemeinde abgewickelt werden. Die Auslagerung führt zu jährlichen Mehrkosten von rund 143'000 Franken, dazu kommen einmalige Migrationskosten von rund 81'500 Franken.

Gründe für den Wechsel sind die steigenden Anforderungen an die Cybersicherheit und den Datenschutz, wie aus der Abstimmungsbotschaft hervorgeht. Das zuständige Personal der Gemeinde verfüge über keine entsprechende Ausbildung im Informatikbereich. Die Stadt Thun könne hingegen mit Fachpersonal und einem sogenannten Security Operations Center höhere Sicherheitsstandards gewährleisten.

Ebenfalls gutgeheissen haben die Uetendorfer Stimmberechtigten eine Totalrevision der Gemeindeordnung, die neu Organisationsreglement heissen wird. In diesem Rahmen werden unter anderem die Regeln für Volksinitiativen an die kantonalen Vorgaben angepasst und detaillierter gefasst. 1998 Personen stimmten dafür, 313 dagegen.

Ausserdem stimmten die Uetendorferinnen und Uetendorfer dem neuen Wahl- und Abstimmungsreglement zu. 2002 Personen waren dafür, 311 dagegen. Damit wird unter anderem die Frist für allfällige zweite Wahlgänge von 14 auf 21 Tage verlängert und die Anzahl Mitglieder des Wahlausschusses von 20 auf 15 reduziert.

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