Abstimmung

    Meloni verliert Abstimmung zu neuem Wahlrecht

    Keystone-SDA
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    Italien,

    Italiens rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat bei ihren Plänen für eine Wahlrechtsform im Parlament eine empfindliche Niederlage einstecken müssen. In der Abgeordnetenkammer in Rom scheiterte sie am Abend mit einem wichtigen Änderungsantrag – wenn auch nur äusserst knapp. Gegen den Entwurf ihrer Regierungspartei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) stimmten 188 Abgeordnete, dafür 187.

    Giorgia Meloni
    Als Reaktion auf die Ceuta-Krise stoppt Giorgia Meloni die Reisefreiheit zwischen Italien und Spanien. - keystone

    In Italien wird aller Voraussicht nach im nächsten Jahr neu gewählt – für Meloni ist dies nach einer gescheiterten Volksabstimmung bereits der zweite Rückschlag binnen weniger Monate. Mit ihrer Koalition aus drei rechten und konservativen Parteien regiert sie bereits seit Herbst 2022. Wenn sie bis nach der Sommerpause durchhält – was als wahrscheinlich gilt -, wird sie Anfang September zu Italiens Regierungschefin mit der längsten Amtszeit am Stück.

    Die Fratelli-Vorsitzende setzt sich bereits seit längerer Zeit für eine grundlegende Reform des Wahlrechts ein. Dazu gehört, dass der Regierungschef künftig direkt gewählt und die Partei, die die meisten Stimmen bekommt, bei der Verteilung der Sitze einen Mehrheitsbonus bekommen soll. Meloni argumentiert, dass Italien stabile Verhältnisse brauche.

    In dem Änderungsantrag ging es jetzt aber nur darum, dass es bei einer Parlamentswahl künftig möglich sein sollte, mit sogenannten Vorzugsstimmen einzelne Kandidaten auf der Liste ihrer Partei nach vorn zu wählen. Damit scheiterte Meloni in der geheimen Abstimmung. Aus der linken Opposition kamen sogleich Forderungen nach ihrem Rücktritt und Neuwahlen.

    Die Niederlage ist für Meloni heikel, weil ihre Koalitionspartner Forza Italia und Lega Unterstützung versprochen hatten. Eigentlich hat die Koalition im Parlament eine satte Mehrheit. Deshalb müssen auch Abgeordnete aus dem eigenen Lager dagegen gestimmt haben. Meloni selbst reagierte auf die Schlappe mit den Worten: «Wir haben es versucht. Der Sumpf hat wieder einmal gesiegt.»

    In den Umfragen liegt die Ministerpräsidentin mit ihrer Partei seit langer Zeit stabil vor allen anderen Kräften. Vermutet wird, dass sie ihr Vorhaben trotz der Niederlage durchziehen will. In diesem Frühjahr war Meloni allerdings auch schon mit Plänen für eine grundlegende Justizreform gescheitert. In einer Volksabstimmung sprachen sich die Italiener mit klarer Mehrheit dagegen aus.

    Kommentare

    User #3832 (nicht angemeldet)

    Hab mit Auswandern nach Italien spekuliert--- Nach dem ich mich erkundigt habe was Preise da unten sind, hab ich mich dagegen entschieden--- Stiehl Kettensäge gleich teuer wie Schweiz, Preise über Deutschen Preisen--- Und Löhne ab mittee-Süden massiv unter Deutschen durchschnittslöhnen--- Danke an die rechten die mit Wucher das Land zerstören---

    User #2639 (nicht angemeldet)

    Ohhhhh Meloni muss jetzt weinen ohhhh

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