Stadt Bern

    Volk entscheidet über neues Hallenbad und Eisbahn im Berner Weyerli

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Berns Stimmvolk entscheidet 2025 über den Neubau von Hallenbad und Kunsteisbahn im Weyermannshaus.

    Hallenbad
    Das Hallenbad Weyermannshaus. - keystone

    Das Stadtberner Stimmvolk kann 2025 entscheiden, ob das Hallenbad und die Kunsteisbahn im Weyermannshaus durch einen Neubau ersetzt werden sollen. Der Stadtrat hat den Baukredit von 107,2 Millionen Franken am Donnerstag verabschiedet.

    Das Gebäude, in dem sich heute das Hallenbad, Garderoben und ein Restaurant befinden, ist laut Stadt wenig energieeffizient und in schlechtem baulichem Zustand. Die Technikanlagen für die Eisbahn und die Aufbereitung des Badewassers sind veraltet, die Kühlleitungen des Eisfelds für den freien Eislauf sind stark korrodiert.

    Die Stadt Bern führte bereits einen Architekturwettbewerb durch. Das geplante Projekt sieht einen Neubau aus Holz und Stahlbeton vor für ein Hallenbad mit einem 25-Meter-Becken, einem Lehrschwimmbecken und einem Planschbereich.

    Kritik an hohen Kosten

    Grünliberale und Freisinnige wiesen auf die hohen Kosten des Projekts hin. Eigentlich könne sich die Stadt diese Investition gar nicht leisten. Doch wäre es unfair, wenn Sportanlagen die Zeche zahlen müssten für die verfehlte Finanzpolitik der rotgrünen Mehrheit.

    Chancenlos blieb ein Rückweisungsantrag der GB/JA-Fraktion, die den Einsatz von synthetischem Eis prüfen lassen wollte. Kunsteis sei technisch noch unzureichend und umwelttechnisch problematisch, befand die Ratsmehrheit.

    Debatte über Klimawandel

    Grundsatzkritik an der neuen Eisanlage kam auch aus den Reihen der Grünen Freien Liste. Eishockey und Eiskunstlauf seien in kälteren Zeiten populär geworden und passten schlecht in die Zeit des Klimawandels.

    Man könne sich fragen, ob die öffentliche Hand diese ressourcenintensiven Sportarten noch unterstützen solle. «Wenn ich eine oder zwei Stunden 'schlöfle', brauche ich gleich viel Energie wie ein vierköpfiger Haushalt während eines ganzen Tages», rechnete etwa Tanja Miljanovic (GFL) vor.

    tanja miljanovic
    Tanja Miljanović ist Co-Präsidentin der Grünen Freien Liste Stadt Bern. - zVg

    Allerdings seien Eisanlagen für viele Bernerinnen und Berner unverzichtbar. Sport leiste zudem viel für den sozialen Zusammenhalt und fördere die körperliche und geistige Gesundheit. Der Stadtrat verabschiedete die Vorlage mit 48 zu 2 Stimmen bei 19 Enthaltungen.

    Stimmt das Volk der Vorlage zu, können Mitte 2027 die Bagger im Weyerli auffahren. Die Bauarbeiten sollen gut drei Jahre dauern.

    Kommentare

    User #5484 (nicht angemeldet)

    Ich glaube mein Kühlschrank vom letzten Jahr ist veraltet und ich sollte ihn durch einen neuen, effizienteren ersetzen…

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