Session: Berner SVP-Ständerat Salzmann setzt auf Armee-Themen

Matthias Bärlocher
Matthias Bärlocher

Bern,

Die Budget-Debatte und eigene Vorstösse im Sicherheitsbereich prägen für den Berner Ständerat Werner Salzmann die kommende Session.

Ständerat Werner Salzmann SVP
Ständerat Werner Salzmann (SVP/BE) spricht während der Sommersession der Eidgenössischen Räte, am 18. Juni 2025 im Ständerat in Bern. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Montag beginnt die Wintersession von National- und Ständerat.
  • Der Berner SVP-Ständerat Werner Salzmann blickt voraus auf die ihm wichtigen Traktanden.
  • Nebst zwei eigenen Vorstössen sind dies vor allem das Budget und Armee-Themen.

Am Montag starten National- und Ständerat in die dreiwöchige Wintersession. Ein grosser Brocken dürfte dabei die Beratung des Budgets sein: Wie viel soll gespart werden – und wo wird am meisten gekürzt?

Der BärnerBär hat deshalb vom Berner SVP-Ständerat Werner Salzmann wissen wollen, wie er auf die Session vorausblickt.

Immerhin wird er auch verschiedene Geschäfte selbst vertreten müssen, darunter auch zwei Vorstösse aus seiner Feder: Die Heimabgabe der Taschenmunition sowie die Sicherung der inländischen Munitionsproduktion.

Flavia Wasserfallen Werner Salzmann
Die bernische Ständeratsdelegation: SP-Ständerätin Flavia Wasserfallen (links) und SVP-Ständerat Werner Salzmann (rechts). - keystone

BärnerBär: Schon am Dienstag geht es los mit der Beratung des Budgets. Wo setzen Sie hier die Schwerpunkte, wo muss gekürzt werden?

Werner Salzmann: Das Budget soll gemäss Antrag des Bundesrats gegenüber 2025 um satte 5 Milliarden Franken zunehmen. Aufgrund dieser Tatsache muss es möglich sein, dass die Armee genügend Mittel erhält, um die sicherheitsrelevanten notwendigen Anschaffungen zu finanzieren und dass bei der einkommensschwachen Landwirtschaft nicht gespart werden muss.

Artillery Gun Module
Teil des Rüstungsprogramms 2025 ist das Artilleriesystem «Artillery Gun Module» mit dem Piranha IV als Trägerplattform. Mit ihm soll die über fünfzig Jahre alte Panzerhaubitze M-109 ersetzt werden. - VBS/DDPS / Sam Bosshard

BärnerBär: Was sind für Sie persönlich die wichtigsten Anliegen in der Wintersession? Es sind ja unter anderem auch Vorstösse von Ihnen selbst traktandiert.

Salzmann: Daneben ist für mich auch wichtig, dass wir die Beratung des Kriegsmaterial- und Militärgesetzes unter Dach und Fach bringen. Ich möchte natürlich, dass meine Vorstösse unterstützt werden.

Ich möchte zum Beispiel, dass die inländische Munitionsproduktion gesichert wird, die Verteilung der Taschenmunition vorbereitet werden soll, um ein starkes Zeichen für den Wehrwillen gegen innen und aussen zu setzen und den Angehörigen der Armee das Vertrauen auszusprechen, und dass der Gesamtbundesrat nach 3,5 Jahren seit Kriegsausbruch eine sicherheitspolitische Lagebeurteilung vornimmt, damit er die Gesamtverteidigung gezielt wiederherstellen kann.

Taschenmunition
Neben Sturmgewehr, Kleiderroller, Nähfaden und Putzlappen im Kellerabteil: Bis 2007 wurde Schweizer Soldaten eine plombierte Büchse mit Munition mit nach Hause gegeben. - keystone

BärnerBär: Unter anderem werden auch noch die Ratspräsidien und der Bundespräsident gewählt, die Fraktionsessen finden statt – oder auf welches Highlight freuen Sie sich besonders?

Salzmann: Es gibt verschiedene Anlässe, auf die ich mich freue. Unter anderem die Wahl und Feiern unserer Ständerats- und Nationalratspräsidenten.

Kommentare

DER AUSLANDSCHWEIZER

DANN LEERE MAL DEINE EIGENE TASCHE WENN DU DAS WILLST !!!!

User #6809 (nicht angemeldet)

Die Armee verbrät jedes Jahr im Minimum 5 Milliarde SFr., und das sind nur Basiskosten ohne jegwegliche Anschaffungen!! Und das schon seit Jahrzehnten! Und was haben wir Steuerzahler dafür in den letzten, sagen wir mal, 40 Jahren davon profitiert oder zurück erhalten?? Nichts, niente, nada! Die schweizerische Landessicherheit wird uns von unseren Nachbarn garantiert, soweit möglich, und ganz sicher nicht von unserer vollkommen überteuerten Milizarmee, aus Bürolisten und Sozialpädagogen!

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