Linke und SVP wollen weniger Hochhausgebiete in der Stadt Zürich
Eine Mehrheit der zuständigen Kommission im Stadtzürcher Gemeinderat will die Hochhausgebiete entlang der Gleise und im Zentrum von Zürich-Nord konzentrieren. In den Aussenquartieren soll es deutlich weniger Hochhausgebiete geben, als der Stadtrat vorgeschlagen hatte.

Die Hochbaukommission des Gemeinderats hat bei der Beratung der neuen Hochhausrichtlinien einzelne vom Stadtrat vorgeschlagene Hochhausgebiete gestrichen oder heruntergestuft, wie aus den am Donnerstag publizierten Kommissionsunterlagen hervorging.
Hochhausgebiete der Kategorie III, in der Bauten bis 80 Metern Höhe zulässig sind, sollen nur entlang der Gleise sowie im Zentrum von Oerlikon erlaubt werden. Der Entscheid zur Fokussierung der Gebiete wurde von SP, Grünen, AL und SVP unterstützt.
Der Stadtrat wollte unter anderem in Altstetten, Albisrieden und Schwamendingen den Bau von 40-Meter-Hochhäusern ermöglichen. Diese Zonen wurden in der Kommissionsberatung nun grösstenteils gestrichen. Die SP begrüsste den Schritt am Donnerstag in einer Mitteilung, weil sie befürchtete, dass in solchen Zonen zusätzliche Renditebauten entstehen könnten.
Die GLP, die sich gegen die Streichung aussprach, kritisierte diese als «Verschlimmbesserung» der Vorlage, die ursprünglich tragfähig gewesen sei. Nun drohe «Ballenberg statt Hochhausrichtlinien». Das faktische Bauverbot für Häuser über 25 Meter Höhe sei in einer Stadt mit akuter Wohnungsnot der falsche Weg.
Neben der Neuordnung der Hochhausgebiete enthält die Vorlage auch strengere Anforderungen für Hochhäuser. Dabei geht es um Auflagen bezüglich Freiraum und Begrünung, Stadtklima und Sozialraum. Je höher das Gebäude, desto höher die entsprechenden Anforderungen.










