Köniz stimmt Wiedereröffnung von Bundesasylzentrum Niederscherli zu
Die Gemeinde Köniz hat einer Verlängerung der Nutzung der Notunterkunft Niederscherli als Bundesasylzentrum bis Ende 2027 zugestimmt. Der Betrieb habe sich bewährt, schrieb die Gemeinde am Mittwoch in einer Mitteilung.

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) nimmt die Zivilschutzanlage nach einer temporären Schliessung ab Mitte November wieder in Betrieb. Grund für die Reaktivierung ist gemäss dem Bund ein leichter saisonaler Anstieg der Asylgesuche. Die Unterkunft verfügt über 120 Betten und soll primär Schutzsuchende aus der Ukraine aufnehmen.
Der bisherige Mietvertrag zwischen der Gemeinde und dem SEM hätte Ende 2026 geendet. Für das Jahr 2027 wird das Staatssekretariat Anfang des nächsten Jahres neue Prognosen zu den erwarteten Schutzgesuchen kommunizieren.
Der Standort in Niederscherli wird seit 2024 als Asylzentrum genutzt. Das Nebeneinander mit der örtlichen Schule verläuft nach Angaben der Gemeinde Köniz problemlos. Zudem unterstützen Freiwillige aus verschiedenen Organisationen und der Bevölkerung den Alltag im Zentrum.
Die Gesamtzahl der Asylgesuche liegt dem SEM zufolge weiterhin deutlich unter jener des Vorjahrs. Sobald die Zahlen wieder sinken, wird die Anlage in Niederscherli erneut stillgelegt. Die im Juni 2026 geschlossenen sechs Bundesasylzentren bleiben derweil bis mindestens im Sommer 2027 zu.






