Köniz rechnet mit 25 zusätzlichen Schulklassen
In Köniz BE wächst die Zahl der Schülerinnen und Schüler: In rund zehn Jahren braucht es 25 Klassen mehr. Der Gemeinderat hat dazu erstmals eine Gesamtplanung beschlossen.

Die Gemeinde Köniz verfügt erstmals über eine umfassende Planungsgrundlage für ihre Schulanlagen. Die Strategische Planung Bildungsraum zeigt auf, wie sich der Bedarf an Schul- und Betreuungsräumen in den kommenden Jahren entwickelt und wo Handlungsbedarf besteht. Der Gemeinderat hat die Planung beschlossen und legt sie dem Parlament zur Kenntnisnahme vor.
Die Schulinfrastruktur der Gemeinde Köniz entspricht heute mehrheitlich den Anforderungen eines zeitgemässen Schulbetriebs. In den kommenden Jahren verändern sich jedoch die Bedürfnisse: Die Zahl der Schülerinnen und Schüler wächst, die Tagesschulen werden zunehmend genutzt und zahlreiche Schulgebäude müssen erneuert werden.
Die Strategische Planung Bildungsraum führt erstmals für alle sechs Schulbezirke die prognostizierte Zahl der Schülerinnen und Schüler, die räumlichen Anforderungen von Unterricht und Betreuung sowie den baulichen Zustand der Schulanlagen zusammen. Damit kann der Gemeinderat Bauvorhaben frühzeitig aufeinander abstimmen, Prioritäten setzen und Investitionen rechtzeitig in der Finanzplanung berücksichtigen.
Neu entstehender Wohnraum schafft zusätzlichen Bedarf an Schulraum
Im Schuljahr 2025/26 besuchen rund 4500 Schülerinnen und Schüler die Volksschule Köniz. Gemäss der aktuellen Prognose ist in den kommenden rund zehn Jahren mit einem zusätzlichen Bedarf in der Grössenordnung von 25 Klassen zu rechnen. Besonders ausgeprägt ist das Wachstum im Wangental, wo aufgrund der starken Wohnbautätigkeit mehr als die Hälfte des prognostizierten Zuwachses erwartet wird.
Auch die zunehmende Nutzung der Tagesschulen beeinflusst den Raumbedarf. Unterricht und Betreuung teilen sich vielerorts Räume. Mit der steigenden Nachfrage wachsen die Anforderungen an deren Nutzung und Organisation.
Der Gemeinderat hat deshalb ein überarbeitetes Richtraumprogramm genehmigt, das neu auch den Bedarf der (Ganz-)Tagesschulen berücksichtigt. Hinzu kommen die notwendigen baulichen Erneuerungen: Ein wesentlicher Teil der Schulgebäude muss in den nächsten zehn Jahren alters- und zustandsbedingte saniert werden.
Schrittweise und bedarfsgerecht planen
Die Strategische Planung Bildungsraum zeigt auf, wo und wie dringend Handlungsbedarf besteht. Welche Lösungen an den einzelnen Standorten zweckmässig sind, wird in einem nächsten Schritt geklärt. Dazu werden Betriebs- und Raumkonzepte erarbeitet, die die Anforderungen an Unterricht, Betreuung und weitere Nutzungen aufeinander abstimmen.
Die Verwaltung wird dem Gemeinderat bis Ende 2027 eine priorisierte Planung vorlegen. Bereits laufende Projekte werden weitergeführt.
Mit dem Beschluss des Gemeinderats werden keine neuen Bauvorhaben oder Investitionskredite ausgelöst. Über konkrete Projekte und die dafür erforderlichen Mittel wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Die Strategische Planung Bildungsraum wird in der Regel einmal pro Legislatur überprüft und aktualisiert.
Der Gemeinderat legt den Bericht dem Parlament zur Kenntnisnahme vor. Das Geschäft ist für die Parlamentssitzung vom 7. Dezember 2026 traktandiert.








