Betreutes Wohnen

    Senevita

    Betreutes Wohnen: Schlaf im Alter – was hilft wirklich?

    Redaktion
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    Bern,

    Schlafprobleme nehmen im Alter zu. Licht, Routinen und Bewegung können den Schlaf verbessern, auch im betreuten Wohnen.

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    Der Schlaf ist im Alter besonders wichtig, damit der Körper sich erholen kann. - Depositphotos

    Das Wichtigste in Kürze

    • Guter Schlaf im Alter entsteht durch Tageslicht, Bewegung und feste Routinen.
    • Routinen können den Schlaf positiv beeinflussen.
    • Die Umgebung im Schlafzimmer hat einen starken Einfluss auf den Schlaf.

    Mit zunehmendem Alter verändert sich unser Schlaf. Nächte werden häufiger unterbrochen, das Einschlafen dauert länger und das frühe Erwachen tritt öfter auf.

    Der Körper produziert weniger Melatonin, ein Hormon, das unseren Schlaf steuert. Gleichzeitig nimmt die Tiefe des Schlafs ab, wodurch Geräusche oder Licht uns schneller erwachen lassen.

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    Im Alter sinkt die Produktion von Melatonin und der Schlaf wird oft unruhiger. - Depositphotos

    Wie das Bundesamt für Statistik 2023 angibt, berichten rund ein Drittel der Menschen über 65 Jahre über regelmässige Schlafprobleme. Besonders häufig genannt werden nächtliches Aufwachen, frühes Erwachen und Schwierigkeiten beim Einschlafen.

    Schlaf ist jedoch für ältere Menschen besonders wichtig. Während der Nacht arbeitet unser Körper auf Hochtouren. Das Immunsystem arbeitet intensiver, und das Gehirn verarbeitet Eindrücke des Tages.

    Betreutes Wohnen: Licht und Tagesrhythmus beeinflussen den Schlaf

    Licht gehört zu den wichtigsten Faktoren für einen stabilen Schlafrhythmus. Der menschliche Körper orientiert sich stark am natürlichen Tageslicht. Besonders im Alter reagiert das innere Zeitsystem empfindlicher auf Veränderungen der Lichtverhältnisse.

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    Betreutes Wohnen: Bewegung und Licht können unsere Schlafqualität beeinflussen. - Depositphotos

    Wer sich tagsüber ausreichend im Freien aufhält, unterstützt den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus. Schon ein kleiner Spaziergang am Vormittag kann den Schlaf am Abend verbessern.

    Das Tageslicht signalisiert dem Körper, wann Aktivität und wann Ruhe sinnvoll sind. Auch im betreuten Wohnen werden beispielsweise die Aufenthaltsräume bewusst hell gestaltet.

    Routinen schaffen Sicherheit und Ruhe

    Unser Körper reagiert sehr positiv auf regelmässige Abläufe. Gleichbleibende Zeiten für Mahlzeiten, Bewegung und Ruhephasen geben uns Halt.

    Eine feste Abendroutine kann besonders hilfreich sein. Tätigkeiten wie Lesen, leichte Dehnübungen oder ein kurzer Spaziergang helfen, uns müde zu machen.

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    Routinen lassen uns besser schlafen. - Depositphotos

    Wie die Universität Zürich in einer Studie von 2024 festhält, verbessert eine klare Tagesstruktur auch die Schlafqualität älterer Menschen deutlich.

    Betreutes Wohnen: Die richtige Schlafumgebung spielt eine grosse Rolle

    Die Umgebung im Schlafzimmer beeinflusst den Schlaf. Besonders im Alter reagieren Menschen empfindlicher auf Geräusche, Licht und Temperatur. Da reicht schon eine unterschiedliche Temperatur im Schlafzimmer und wir können nicht durchschlafen.

    Ein ruhiger Raum mit möglichst wenig Störungen ist deshalb wichtig. Auch die Raumtemperatur spielt eine Rolle. Spezielle Decken oder Klimaanlagen können im Sommer oder Winter hilfreich sein.

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    Ein ruhiger Raum ermöglicht es, ruhig zu schlafen. - Depositphotos

    In modernen Wohnanlagen für betreutes Wohnen verfügen viele Gebäude über gut isolierte Räume und eine individuell regulierbare Beleuchtung. So ist auch dort für einen möglichst angenehmen Schlaf gesorgt.

    Die Gestaltung des Schlafzimmers kann den Schlaf ebenfalls beeinflussen. Ruhige Farben, ausreichend Dunkelheit und eine angenehme Matratze unterstützen die nächtliche Erholung.

    Auch die Sicherheit ist für das betreute Wohnen wichtig. Wer sich nachts sicher fühlt, schläft meist ruhiger. In betreuten Wohnformen geben Notrufsysteme und erreichbares Personal vielen älteren Menschen ein zusätzliches Sicherheitsgefühl.

    Bewegung und soziale Kontakte fördern den Schlaf

    Körperliche Bewegung fördert die Durchblutung und hilft dem Körper, abends leichter zur Ruhe zu kommen. Dabei sind keine intensiven Sportprogramme notwendig. Im Alter wären solche auch nicht empfehlenswert, lieber den Sport ruhig angehen.

    Regelmässige Spaziergänge, leichte Gymnastik oder gemeinsame Aktivitäten reichen oft aus. Wichtig ist vor allem die Regelmässigkeit. Schon moderate Bewegung kann den Schlaf-Wach-Rhythmus stabilisieren.

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    Bewegung und soziale Kontakte können den Schlaf verbessern. - Depositphotos

    Auch soziale Kontakte spielen eine Rolle. Gespräche, gemeinsame Mahlzeiten oder kleine Ausflüge sorgen für ein Lächeln auf den Lippen. Besonders im Alter kann Isolation den Schlaf negativ beeinflussen. Wer sich dann verkriecht, schläft abends schlechter ein.

    Viele Wohnangebote für betreutes Wohnen in der Schweiz setzen deshalb bewusst auf Gemeinschaftsräume und gemeinsame Programme. Aktivitäten fördern Bewegung, Austausch und eine klare Tagesstruktur.

    Kommentare

    User #2547 (nicht angemeldet)

    Betreutes Schlafen? Das fehlte noch!

    User #4586 (nicht angemeldet)

    Blödsinn, Alkohol fördert Tiefschlafphasen nicht, im Gegenteil.

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