Aline Trede

    Aline Trede (Grüne): «Lieber gleichberechtigt als später»

    Aline Trede
    Aline Trede

    Bern,

    Neue Zahlen zeigen, dass in Bern in der Regel beide Elternteile arbeiten. Und das sollte das Ziel sein. Ein Gastbeitrag von Aline Trede (Grüne).

    Frau Porträtfoto Grün Brille
    Aline Trede ist Berner Nationalrätin für die Grünen. - zVg

    Die neusten Zahlen wurden vom Bundesamt für Statistik vor ein paar Wochen publiziert. Da finden sich interessante Angaben. Runtergebrochen sieht das für die Stadt Bern folgendermassen aus.

    Beispielsweise ist die Erwerbsquote der Frauen in Bern mit über 82 Prozent am höchsten. Nur Zürich ist gleich hoch. Sie ist noch ein bisschen tiefer als die der Berner Männer (85 Prozent).

    In Bern arbeiten 28,2 Prozent der Männer Teilzeit, das ist der Anteil der Erwerbstätigen mit Beschäftigungsgrad unter 90 Prozent. Das ist mit Abstand der höchste Wert unter allen Städten.

    Frau schwanger Büro Notizblock
    Eine fair ausgestaltete Elternzeit ermöglicht, dass Mütter nach der Geburt eines Kindes schneller und in einem höheren Pensum ins Erwerbsleben zurückkehren. (Symbolbild) - Depositphotos

    Auch der Anteil der Frauen, die Teilzeit arbeiten, ist mit 55,1 Prozent in Bern im Vergleich hoch. Das heisst, wenn die Infrastruktur stimmt, dann arbeiten in der Regel beide Elternteile. Und das sollte bezüglich Gleichstellung und Fachkräftemangel das Ziel sein.

    Gleich zwei aktuelle nationale Vorlagen gehen genau in diese Richtung. Die Individualbesteuerung, dass alle individuell besteuert werden, und die Familienzeitinitiative.

    Über die Individualbesteuerung werden wir nächsten Frühling abstimmen, da es ein Referendum dagegen gibt.

    Familienzeitinitiative will 18 Wochen paritätische Elternzeit

    Die Familienzeitinitiative ist aktuell in der Sammlung. Sie will 18 Wochen paritätische Elternzeit und würde somit das enorme Fachkräftepotenzial von Eltern freisetzen und den Fachkräftemangel reduzieren.

    Vater Baby Laptop Büro
    Die Familienzeitinitiative zielt unter anderen darauf ab, das Fachkräftepotenzial von Eltern freizusetzen. (Symbolbild) - Depositphotos

    Insbesondere eine fair ausgestaltete Elternzeit führt dazu, dass Mütter nach der Geburt eines Kindes schneller und in einem höheren Pensum ins Erwerbsleben zurückkehren.

    Die Familienzeitinitiative schlägt 18 Wochen paritätische Elternzeit vor. Wie stehst du dazu?

    Wir haben also einmal mehr die grosse Chance, für eine progressivere Gesellschaft abzustimmen und uns dafür einzusetzen.

    ***

    Zur Autorin: Aline Trede (*1983) ist Nationalrätin für die Grünen und lebt in Bern.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #3517 (nicht angemeldet)

    Ich denke nicht gerne selber deshalb wähle ich SVP. Klimawandel ist mir schnurz, ich will einfach weiterhin karzinogene Fleischwürste essen und mit meinem Auto alles verpesten. Das finde ich schön. Gruss SVPler

    User #4493 (nicht angemeldet)

    ..bezahlen die Grünen und Roten die Zeche, wie fast nie!

    Weiterlesen

    Frau Grün Porträtfoto Brille
    Aline Trede (Grüne)
    Aline Trede Femizid-Prävention
    «Ungenügend»
    Frau Grün Porträtfoto Brille
    Aline Trede (Grüne)

    MEHR ALINE TREDE

    Aline Trede
    21 Interaktionen
    Aline Trede
    Aline Trede Femizid-Prävention
    Kanton Bern
    Aline
Trede die kantonale Direktion
für Inneres und Justiz.
    28 Interaktionen
    Neue Regierungsrätin
    Aline Trede Abschied
    163 Interaktionen
    Nationalrats-Abschied

    MEHR AUS STADT BERN

    frau schreibt Prüfung
    1 Interaktionen
    Bern
    fcz
    16 Interaktionen
    Tätlichkeit gegen YB
    Feuerpferde Tobias Sennhauser
    17 Interaktionen
    «Keine Feuerpferde»
    Tatjana Rothenbühler, Direktorin GastroBern.
    GastroBern-Direktorin