Aargauer FDP-Nationalrätin Riniker will für Regierungsrat antreten
Die Aargauer FDP-Nationalrätin Maja Riniker will für den freiwerdenden FDP-Sitz im Aargauer Regierungsrat kandidieren. Die frühere Nationalratspräsidentin kündigte der FDP ihre Bereitschaft für eine Kandidatur an. Andere Politikerinnen und Politiker sagten zuvor ab.

Ihre Kandidatur gab die knapp 48-jährige Politikerin am Montag auf dem Portal Linkedin bekannt. «Der Aargau ist meine persönliche und politische Heimat. Unser Kanton hat viel Potenzial und starke Trümpfe: innovative Unternehmen, engagierte Menschen, hohe Lebensqualität und eine starke Vernetzung zwischen Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft», schrieb sie.
«In den vergangenen Jahren durfte ich auf kommunaler, kantonaler und nationaler Ebene politische Verantwortung übernehmen», schrieb sie weiter: «Die dabei gewonnenen Erfahrungen möchte ich künftig im Regierungsrat des Kantons Aargau einbringen. Mir ist bewusst, dass dieses Amt mit grosser Verantwortung verbunden ist.» Dieser Aufgabe begegne sie «mit Respekt, Demut und grosser Motivation.»
Riniker gehört seit 2019 dem Nationalrat an. Im Dezember 2024 wurde sie zur Nationalratspräsidentin gewählt. Zuvor war sie in den Jahren 2014 bis 2019 Mitglied des Aargauer Kantonsparlaments. Riniker ist Präsidentin des Schweizerischen Zivilschutzverbands.
Wenn Riniker in den Regierungsrat gewählt würde, so würde ihr Sitz im Nationalrat frei. Bei der letzten Nationalratswahl im Oktober 2023 verteidigte die FDP ihre beiden Sitze: Riniker und Matthias Samuel Jauslin wurden wiedergewählt.
Jauslin kehrte der FDP allerdings im Januar 2025 den Rücken und schloss sich als Umweltpolitiker der GLP an.
Jauslin hatte 2023 den parteiinternen Rivalen, Grossrat Adrian Schoop, um nur 90 Stimmen überrundet. Schoop aus dem Ostaargau politisiert am rechten Rand der FDP. Er liegt auf dem ersten Ersatzplatz für den Nationalrat.

Die Ersatzwahl für den freiwerdenden Sitz im fünf Mitglieder zählenden Regierungsrat ist notwendig, weil Landammann Stephan Attiger (FDP) am 6. Mai mitteilte, auf Ende Dezember aus dem Regierungsrat zurückzutreten.
«Für mich war immer klar, dass dies meine letzte Legislatur sein wird», sagte der 59-jährige Attiger. Der Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) ist seit 2013 Mitglied der Kantonsexekutive. Dem Regierungsrat gehören derzeit zwei Mitglieder der SVP an sowie je ein Mitglied der FDP, Mitte und SP.
Auf eine Kandidatur für den freiwerdenden Sitz verzichteten Ständerat Thierry Burkart sowie Grossrätin Jeanine Glarner und Grossrat Lukas Pfister.
Weiterhin unklar ist, wann die Ersatzwahl für den freiwerdenden Regierungssitz stattfindet. Die Staatskanzlei Aargau nannte bislang kein Datum.










