Längere AKW-Nutzung: FDP jubelt, Grüne schütteln den Kopf

Keystone-SDA
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Bern,

Die FDP jubelt über die Aussage des Bundesrats, der Betrieb der Atomkraftwerke Gösgen und Leibstadt sei bis zu achtzig Jahre lang möglich. «Das stärkt die Versorgungssicherheit, unterstützt die Erreichung der Klimaziele und entlastet Stromverbraucher», schrieb die Partei in einer Mitteilung.

AKW
Das AKW Gösgen in Däniken. - Nau.ch / Werner Rolli

In ihrer Reaktion auf das Bundesratscommuniqué weist die FDP darauf hin, dass der Bundesrat seine Aussage aufgrund eines Vorstosses von FDP-Ständerat Thierry Burkart zur Zukunft der Atomkraft in der Schweiz machte. «Dank der FDP herrscht endlich Klarheit. Nun brauche es «Politikerinnen und Politiker mit Weitsicht», welche die vom Bundesrat eröffnete Chance nutzten.

Die GLP teilte mit, sie unterstütze eine Verlängerung der Laufzeiten unter zwei Bedingungen: Der Betrieb der AKWs müsse sicher sein, und er dürfe nur zur Überbrückung von Lücken bis zum Erreichen einer komplett erneuerbaren Stromversorgung dienen. «Keinesfalls» dürfe es einen energiepolitischen Richtungswechsel geben.

Die Grüne Zürcher Nationalrätin Marionna Schlatter wird hingegen in einer Parteimitteilung mit der Aussage zitiert, der Langzeitbetrieb sei gefährlich und «eine massive Fehlinvestition». Der Weiterbetrieb «dieser Uralt-Reaktoren» verschlinge Milliarden, die dann für den notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien fehlten.

«Der Bundesrat spielt ein gefährliches Spiel»: So überschrieb die Umweltorganisation Greenpeace eine Mitteilung. Bestimmte sicherheitsrelevante Komponenten eines AKWs wie zum Beispiel der Reaktordruckbehälter unterlägen einem Verschleiss, der ihre Festigkeit beeinträchtige. Er könne nicht ersetzt werden. Auch habe sich das Volk für erneuerbare Energien ausgesprochen.

Kommentare

User #4657 (nicht angemeldet)

Lassen wir diese KKWs 80 Jahre am Netz. Bei einem Unfall hätten wir uns dann die verlochten Milliarden fürs Militär wirklich sparen können. Nur - das merkt dann so oder so niemand mehr.

User #4657 (nicht angemeldet)

Wie wäre es, wenn der BR sich einmal so intensiv mit der Umsetzung der Alternativen befassen würde. Ist der Filz in der CH wieder so tief verwurzelt. BR und Parlament werden nur noch unglaubwürdiger.

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