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    Zoff um Oligarchen: EU ringt erneut um Russland-Sanktionen

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    Belgien,

    In der EU gibt es erneut Streit um Russland-Sanktionen.

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    Die EU konnte sich nicht auf die Verlängerung der auslaufenden Sanktionen gegen russische Oligarchen einigen. - keystone

    Wie ein Sprecher der derzeitigen irischen Ratspräsidentschaft mitteilte, konnten sich die Mitgliedstaaten nicht darauf einigen, heute auslaufende Strafmassnahmen gegen rund 3.000 Personen, Einrichtungen und Unternehmen wie ursprünglich geplant um zwölf Monate zu verlängern. Vereinbart werden konnte demnach nur eine Verlängerung um sieben Tage bis Mitternacht am 22. September. Bis dahin sollen nun weitere Gespräche über Streitfragen geführt werden.

    Grund für die Querelen ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur insbesondere die Forderung der Slowakei, die EU-Sanktionen gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow aufzuheben. Das Land droht demnach, die Verlängerung aller Strafmassnahmen zu blockieren, wenn Usmanow nicht von der Liste genommen wird. Laut Diplomaten wurde die Slowakei dabei zuletzt auch von Frankreich unterstützt.

    Die «Financial Times» berichtete am Abend, Frankreichs Lobbyarbeit sei Teil eines Plans, in Aserbaidschan inhaftierte französische Staatsbürger freizubekommen. Die frühere Sowjetrepublik setzt sich schon länger selbst für die Streichung Usmanows von der EU-Liste ein. Die Regierung in Paris äusserte sich zunächst nicht zu den Gründen für ihre Positionierung.

    Der slowakische Aussenminister Juraj Blanar hatte bereits im Frühjahr bestätigt, dass die Slowakei den Oligarchen im Kampf gegen die EU-Sanktionen unterstützt. Nach einem damaligen Bericht von Radio Free Europe soll der slowakische Ministerpräsident Robert Fico einen Brief des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan weitergeleitet haben, in dem dieser sich für Usmanow einsetzte. Erdogan begründete dies demnach damit, dass sich Usmanow um eine stärkere Öffnung der turksprachigen Staaten gegenüber dem Westen verdient gemacht habe. Zu diesem Kreis zählt neben der Türkei auch Aserbaidschan.

    Andere EU-Staaten wollten die von der Slowakei ausgehende Forderung bis zuletzt nicht unterstützen. Als Risiko gilt, dass die Aufhebung der Sanktionen gegen Usmanow anderen Russen Argumente für Klagen gegen Strafmassnahmen geben könnte.

    So hiess es bislang im Sanktionsbeschluss gegen Usmanow, dieser sei ein kremlfreundlicher Oligarch, «der besonders enge Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin» unterhalte und als einer der von Putin besonders favorisierten Oligarchen betrachtet werde. In Deutschland ist Usmanow bekannt, weil gegen ihn von der Staatsanwaltschaft München wegen des Verdachts auf zwei Verstösse gegen das Aussenwirtschaftsgesetz und möglicher Sanktionsverstösse ermittelt wurde. Das Verfahren wurde erst im vergangenen Jahr gegen Zahlung einer Geldauflage von zehn Millionen Euro eingestellt.

    Nach Angaben der Ermittler bestand der Verdacht, dass Usmanow im Zeitraum von April bis September 2022 über im Ausland ansässige Unternehmen rund 1,5 Millionen Euro für die Überwachung zweier Immobilien am Tegernsee bezahlt haben soll. Zudem soll er diverse Wertgegenstände – etwa Schmuck, Gemälde und Weine – nicht bei der zuständigen Behörde gemeldet haben.

    In der EU gibt es seit Jahren regelmässig Streit um Sanktionen. Nach der Abwahl der als russlandfreundlich geltenden Regierung von Viktor Orban in Ungarn hatte es zuletzt allerdings Hoffnung gegeben, dass sich zumindest die Verlängerung von bereits bestehenden Strafmassnahmen einfacher gestalten würde. Die EU will mit den Sanktionen dazu beitragen, dass Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine beendet und in konstruktive Friedensverhandlungen eintritt.

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    Kommentare

    User #6271 (nicht angemeldet)

    Das Etikett einer angeblichen 'Pro-Putin-Initiative' ist inhaltlich komplett falsch und unlogisch. Die Neutralitätsinitiative verlangt das genaue Gegenteil: Die strikte Distanzierung von allen internationalen Konflikten und Grossmächten. Der aktuelle Zoff in Brüssel beweist, wie wackelig und politisch motiviert das EU-Sanktionsregime ist. Die Schweiz sollte sich aus diesen fremden Händeln heraushalten, um Frieden und Stabilität im eigenen Land zu sichern. Ein klares Ja für die Unabhängigkeit!

    User #4706 (nicht angemeldet)

    Gemäss RU schuldet Alphabet/Google 20.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 Euro dem russischen Staat. Absolut lächerlich was RU da tut. Das ist mehr Geld als es weltweit gibt, mit allem Gold und Silber obendrauf.

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