In der vergangenen Woche ist die Zahl ukrainischer Flüchtlinge an Schulen in Deutschland erneut leicht gestiegen.
Flüchtlinge aus der Ukraine
Flüchtlinge aus der Ukraine - POOL/AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Rund 4000 Neuzugänge trotz Osterferien in mehreren Bundesländern.

In der Schulwoche vom 18. bis zum 24. April wurden insgesamt 65.242 Kinder und Jugendliche an allgemein- und berufsbildenden Schulen aufgenommen, wie die Kultusministerkonferenz am Dienstag in Berlin mitteilte. Im Vergleich zur Vorwoche seien das trotz Osterferien in zahlreichen Bundesländern 4304 Neuzugänge aus der Ukraine.

Aus dem flächenmässig grössten Bundesland Bayern, in dem mit mehr als 12.200 Schülern bisher am meisten ukrainische Kinder aufgenommen wurden, wurden für die vergangene Woche wegen der Ferien keine neuen Daten gemeldet. Dasselbe gilt für Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, wo bisher jeweils über 9500 beziehungsweise über 8700 Flüchtlinge unterkamen. Die meisten Neuzugänge meldete in der vergangenen Woche Schleswig-Holstein. In dem Bundesland wurden fast 1300 Kinder und Jugendliche an Bildungseinrichtungen aufgenommen.

Von den insgesamt 65.242 aufgenommenen Kindern und Jugendlichen nahmen demnach in der vergangenen Woche bereits 60.709 am Unterricht teil. Die Kultusministerkonferenz veröffentlicht wöchentlich Zahlen zu aufgenommenen Schülern, um mithilfe der Datengrundlage weitere Massnahmen effektiv zu koordinieren.

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) sicherte den ukrainischen Kindern schulische Förderung und seelische Unterstützung zu. In den Schulen müsse eine gute Balance zwischen der Integration in das deutsche Bildungssystem und der Bewahrung der ukrainischen Identität gefunden werden, sagte sie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland laut Mitteilung vom Dienstag.

«Jetzt gilt es, ihre Bildungsbiographien zu sichern und ihnen zu helfen, ihre Traumata zu überwinden», sagte Stark-Watzinger. Sprachkenntnisse seien besonders wichtig. Deshalb würden Projekte gefördert, in denen Mädchen und Jungen schon ab Kleinkindalter einen ersten Zugang zur deutschen Sprache erhielten.

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