Krieg

Waffenstillstand im Iran-Krieg droht zu scheitern

Esada Kunic
Esada Kunic

Iran,

Israel setzt Angriffe im Libanon fort, obwohl ein Waffenstillstand vereinbart wurde. Der Iran droht jetzt, die Vereinbarung platzen zu lassen. Trump warnt.

waffenstillstand
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi schrieb, die USA müssten sich entscheiden zwischen einen Waffenstillstand oder der Fortsetzung des Krieges via Israel. - keystone

Nur Stunden nach der Einigung auf ein Waffenstillstand droht der Iran, diesen wieder zu beenden. Grund ist Israels Fortsetzung von Luftangriffen im Libanon.

Laut dem «Tagesspiegel» schrieb Irans Aussenminister Abbas Araghtschi auf X: «Die USA müssen sich entscheiden – entweder Waffenruhe oder Fortsetzung des Krieges via Israel.»

Glaubst du, dass die Waffenruhe halten wird?

Während Pakistan, der Vermittler, erklärt, die Waffenruhe gelte auch im Libanon, bestehen die USA und Israel das Gegenteil.

Unterschiedliche Interpretationen der Vereinbarung

Der «Tagesspiegel» berichtet, dass US-Vizepräsident JD Vance von einem Missverständnis spricht. Weder die USA noch Israel hätten gesagt, dass der Libanon Teil der Waffenruhe sein würde.

Netanjahu betont, die Feuerpause beziehe sich nur auf den Konflikt zwischen dem Iran und den USA.

Israel werde seine Kampfhandlungen gegen die Hisbollah-Miliz im Libanon fortsetzen. Das widerspreche dem iranischen Verständnis des Abkommens fundamental.

Drohungen und Gegenmassnahmen

Trump reagiert scharf auf die iranischen Drohungen, wie das «Handelsblatt» berichtet. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte der US-Präsident, dass Schiffe, Flugzeuge und Soldaten rund um den Iran stationiert bleiben.

Er warnte vor «tödlicher Verfolgung und Vernichtung» eines bereits schwachen Gegners. Der Ton des US-Präsidenten wird zunehmend martialisch.

Das Nachrichtenportal «T-Online» berichtet, der Iran erwäge, die Strasse von Hormus erneut zu blockieren. Nach nur wenigen Stunden der geöffneten Meerenge hätten Ölschiffe bereits Anker geworfen und seien nicht mehr durchgelassen worden.

Fragiler Waffenstillstand unter Druck

Irans Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf stellte die Sinnhaftigkeit weiterer Verhandlungen infrage. Er warf den USA vor, ihre Zusagen bereits vor Beginn der Gespräche in Islamabad gebrochen zu haben, schreibt der «Tagesspiegel».

Waffenstillstand
Israel führt trotz vereinbartem Waffenstillstand weiterhin Angriffe im Libanon durch. - keystone

Nach den verheerenden israelischen Luftangriffen im Libanon kündigte die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz an, ihre Angriffe fortzusetzen. Die diplomatischen Bemühungen stehen auf äusserst tönernen Füssen.

Experten zweifeln, ob der nur zwei Wochen dauernde Waffenstillstand bis zum geplanten Gesprächstermin in Pakistan haltbar ist. Der Konflikt zwischen Iran und Israel zeigt keine Anzeichen einer schnellen Lösung.

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