Krieg

    Rubio meldet Fortschritte im Iran-Krieg, Trump bremst ab

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    USA,

    Rubio spricht im Iran-Krieg von einem soliden Angebot an Teheran. Trump dämpft die Erwartungen und schliesst eine übereilte Einigung aus.

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    Iran-Krieg – US-Aussenminister Rubio signalisiert Fortschritte im Friedensdeal. - keystone

    US-Aussenminister Marco Rubio hat ein konkretes Angebot zur Beendigung vom Iran-Krieg auf den Tisch gelegt. Wie die «Welt» berichtet, setzen die USA dabei weiterhin vorrangig auf eine diplomatische Lösung.

    Rubio erklärte bei seinem Besuch in Neu-Delhi, es liege «ein ziemlich solides Ding auf dem Tisch». Gemeint sei damit vor allem die Fähigkeit des Iran, die Strasse von Hormus wieder zu öffnen, berichtet «heute.at».

    Glaubst du an ein Iran-Abkommen unter Trump?

    Mehrere Golfstaaten würden den vorliegenden Entwurf ausdrücklich unterstützen. Der Ansatz werde von sieben oder acht Ländern der Region als «sehr vernünftig» eingestuft, so Rubio.

    Trump bremst die Erwartungen

    US-Präsident Donald Trump hatte die Vereinbarung am Samstag noch als «weitgehend ausgehandelt» bezeichnet. Bereits einen Tag später dämpfte er jedoch die Erwartungen und schloss eine übereilte Einigung mit Teheran aus, wie «heute.at» berichtet.

    Rubio machte klar, dass Trump «nicht in Eile» sei und keinen schlechten Deal abschliessen werde. Andere Optionen als eine diplomatische Lösung schliesst Washington dennoch nicht grundsätzlich aus.

    Zum israelischen Kernanliegen, ein Stopp des iranischen Atomprogramms, sagte Rubio, er hoffe auf ernsthafte und zeitlich begrenzte Verhandlungen. Ausserdem betonte er, Israel habe «immer das Recht», sich selbst zu schützen.

    Experte: Nur drei schlechte Lösungen

    Nahostexperte Andreas Böhm von der Universität St. Gallen analysiert die Lage für das «SRF» nüchtern. Trump habe sich in eine missliche Lage manövriert und stehe vor drei gleichermassen unbefriedigenden Optionen.

    Einen weit von den Maximalforderungen entfernten Deal, eine Fortführung des kriegsbedingten wirtschaftlichen Schadens oder eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen. Er geht davon aus, dass Trump jene Option wählt, die für ihn am wenigsten problematisch erscheint.

    Für eine tragfähige regionale Neuordnung bräuchte es laut Böhm externe Garantiemächte. «Da bräuchte es externe Mächte, die als Garanten einer solchen Neuordnung auftreten könnten, zum Beispiel China», sagte er.

    Iran-Krieg: Waffenruhe bleibt brüchig

    Seit Anfang April gilt im Iran-Krieg eine fragile Waffenruhe.

    Donald Trump USA
    Während Trump erklärte, der Iran habe um ein Treffen gebeten, wies Teheran diese Darstellung zurück. - keystone

    Die USA und Israel hatten Ende Februar mit Angriffen auf die Islamische Republik begonnen. Daraufhin blockierte der Iran die Strasse von Hormus, wie «heute.at» berichtet.

    Die Blockade liess die Energiepreise weltweit in die Höhe schnellen. Die Verhandlungen, an denen Pakistan als Vermittler beteiligt ist, sind noch im Gange.

    Kommentare

    User #3705 (nicht angemeldet)

    Da weiss die linke Hand nicht was die rechte macht!

    User #2629 (nicht angemeldet)

    Die Blase spricht, ohne Inhalte!

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