Waffenruhe in Oleschky und die Frage nach Putins Friedenswillen
Die Waffenruhe in Oleschky hält. Doch nichts deutet auf ein Abrücken des Kremls von seinen Maximalzielen hin.

In Oleschky gilt seit der Nacht auf Dienstag eine Waffenruhe, die laut «ZDFheute» bisher hält. Sie soll mehrere Tage gelten und den seit Monaten eingeschlossenen Menschen bei Bedarf die Evakuierung ermöglichen.
Experten hoffen, dass die Waffenruhe hält, denn das Gelände um Oleschky ist schwer vermint. Unfälle bei der Minenräumung und Missverständnisse während der Feuerpause seien dem Bericht zufolge jederzeit möglich.
Der Journalist Dmitri Kolesew verweist auf den Zeitpunkt der Waffenruhe kurz vor den US-Zwischenwahlen. Kolesew sagt: «Ich denke, man kann sagen, dass Putin und Selenskyj, jeder auf seine Weise, Trump damit ein Wahlgeschenk machen.»
Waffenruhe in Oleschky vor den US-Zwischenwahlen
«ZDFheute» zufolge gibt es bislang keine Anzeichen, dass Putin und der Kreml ihre Maximalziele aufgeben. Zugleich sprächen Washington und Moskau laut dem Bericht über Wirtschaftsdeals zu Düngemitteln, seltenen Erden und Treibstoff.
Auf mögliche Gebietsverluste der Ukraine angesprochen, korrigierte Putin im Interview den Kremlreporter Pawel Sarubin. Putin sagte, es gehe um historisch russisches Territorium, daher sei es unangemessen, von Gebietsverlusten zu sprechen.
Putin telefonierte zuletzt mit Finnlands Präsident Stubb und Norwegens Premier Støre, erstmals seit längerer Zeit mit europäischen Staatschefs. Ein dauerhafter Frieden sei nur möglich, wenn Russlands legitime Interessen in vollem Umfang beachtet würden, habe er mitgeteilt.
Gespräche im November
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, Russland werde seine Angriffe trotz der geplanten Dreiergespräche fortsetzen, berichtet die «Tiroler Tageszeitung». Moskau schloss weitere örtlich begrenzte Waffenruhen aus humanitären Gründen demnach nicht aus, während Angriffe in anderen Landesteilen weitergingen.

Moskau und Kiew haben die Rückkehr an den Verhandlungstisch für November bestätigt, die USA sollen beteiligt sein, so «Vatican News». Papst Leo XIV. hatte zuvor in Telefonaten mit Putin und Selenskyj für eine Feuerpause in Oleschky geworben.
Putin strebt laut «ZDFheute» beim Asien-Pazifik-Gipfel in Shenzhen ein Dreiertreffen mit Xi Jinping und Trump an. Die Ukraine liege nach der Logik des Kremls in Russlands Interessensphäre, heisst es dort.















