Waffenruhe für Oleschky soll auf Melania Trump zurückgehen
In Oleschky schweigen laut dem Weissen Haus die Waffen. Melania Trump soll die Feuerpause vermittelt haben, Moskau und Kiew stimmten zu.

In der russisch besetzten Frontstadt Oleschky soll nach einer Ankündigung vorübergehend das Feuer ruhen, wie das «ZDF» berichtet. Washington hatte zuvor erklärt, Melania Trump habe als First Lady zwischen Moskau und Kiew vermittelt.
Generalstabschef Waleri Gerassimow erklärte, Russlands Armee beende das Feuer Richtung Cherson wegen eines humanitären Einsatzes. Auch Kiew stimmte zu, und der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez nannte Hilfslieferungen nach Oleschky als Teil der Vereinbarung.
Oleschky liegt laut «Euronews» am russisch besetzten Ostufer des Dnipro, gegenüber der ukrainisch kontrollierten Stadt Cherson. Vor der russischen Vollinvasion hatte der Ort rund 24'000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Die Lage in Oleschky bleibt unklar
Melania Trump bezeichnete die Lage in Oleschky laut «Euronews» als dramatisch und sprach von einer Frontstadt am Rand einer Katastrophe. Unklar bleibt dem Bericht zufolge, wie ein sicherer Zugang gewährleistet und die Einhaltung der Waffenruhe überwacht werden soll.
USA-Expertin Claudia Brühwiler hält ein solches Engagement der First Lady laut dem «SRF» für durchaus denkbar. Melania Trump habe sich in einem Brief an Wladimir Putin zum Schicksal der Zivilbevölkerung geäussert.
Brühwiler erklärt, das Wirken einer First Lady gelte meist als «Soft Power» in kultur- und sozialpolitischen Fragen. Gerade die zweite Regierung Trumps setze jedoch auf Akteure, die keine typischen Diplomaten seien.
Politologin ordnet das Engagement ein
Schon in der ersten Amtszeit habe Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, ein Immobilienentwickler, die Abraham-Abkommen ausgehandelt, erinnert Brühwiler im «SRF». Die Politologin möchte zudem nicht ausschliessen, dass Melania Trump selbst verhandelt hat.

Brühwiler sagt über die First Lady: «Viele betrachten Melania Trump als Opfer oder als Dekorationsobjekt.» Sie habe Köpfchen und sei auf ihre Art eine clevere Geschäftsfrau, ergänzt die Politologin.
Den bevorstehenden Zwischenwahlen nütze der Erfolg Donald Trump kaum, sagt Brühwiler. Demokraten kritisierten, die Waffenruhe sei womöglich eher ein Triumph für Wladimir Putin als für Donald Trump, so die Politologin.














