Waadt fördert nach Crans-Montana Brandschutz mit Millionenbetrag
Die Waadtländer Gebäudeversicherung stellt in den kommenden drei Jahren 15 Millionen Franken für Brandschutzmassnahmen bereit. Das Förderprogramm verweist auf die Lehren aus der Brandkatastrophe von Crans-Montana und soll Eigentümer, Mieter, Unternehmen sowie Landwirtschaftsbetriebe zu mehr Prävention bewegen.

Das vom Staatsrat genehmigte Pilotprojekt ist seit Juni in Kraft, wie die Waadtländer Gebäudeversicherung (ECA) am Mittwoch mitteilte. Unterstützt werden unter anderem die Anschaffung von Rauchmeldern, Batterieschränken oder Heusonden. Die finanzielle Beteiligung der ECA kann bis zu 80 Prozent der Investitionskosten betragen.
Mit dem Programm verfolgt die ECA zwei Ziele: Einerseits soll die Bevölkerung für die Bedeutung des Brandschutzes sensibilisiert werden, andererseits sollen präventive Massnahmen finanziell erleichtert werden.
Die Initiative erfolgt vor dem Hintergrund neuer Brandschutzvorschriften, die demnächst in Kraft treten. Diese präzisieren die Zuständigkeiten im Brandschutz und stärken die Verantwortung der Eigentümer.
Zugleich erinnerte die ECA an die Brandkatastrophe von Crans-Montana vom 1. Januar, bei der in der Neujahrsnacht 41 Menschen ums Leben kamen und 115 weitere verletzt wurden. Die Tragödie habe die Bedeutung wirksamer Präventionsmassnahmen eindrücklich vor Augen geführt.
«Die Tragödie von Crans-Montana erinnert uns daran, wie wichtig Präventionsmassnahmen zum Schutz der Bevölkerung sind», wird Staatsrat Vassilis Venizelos (Grüne) in der Mitteilung zitiert. Der Staatsrat habe die Brandsicherheit zu einer Priorität erklärt. Das Förderprogramm der ECA leiste einen Beitrag zur Stärkung der kollektiven Sicherheit durch individuelle Anreize.
Nach Angaben der ECA lassen sich viele Brandrisiken durch einfache, aber wirksame Vorkehrungen reduzieren. Eine Informationskampagne soll den Start des Programms begleiten.










