Video zeigt: Wasserhose wirbelt über den Bodensee
Unwetter sorgten am Dienstagabend in mehreren Regionen für Starkregen. Im Kanton Zürich kam es zu mehr als 700 Feuerwehreinsätzen. Mehr dazu im Ticker.
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Im Überblick
24- Wasserhose wirbelt über den Bodensee
- Gewitter ist nach Luzern weitergezogen
- Auch bei Nau.ch «hudelt» es
- Unwetter in der Schweiz bringen lokal bis zu 100 Millimeter Regen
- Schäden auch in Bern
- Passagiere stranden am Flughafen in Zürich
- Wieder ziehen heftige Gewitter über Zürich
- 03.55Gewitter legt Flugverkehr am Flughafen Zürich lahm
- Nau.ch-Reporter mit Abschleppprofi unterwegs!
- Über 700 Feuerwehreinsätze im Kanton Zürich
- Blitzeinschlag löst in Uri einen Waldbrand aus
- Weitere Fotos von überfluteten Kellern
- Autohilfe Zürich: Rund ein dutzend Autos abgeschleppt
- Leser schickt Fotos von überfluteter Tiefgarage in Wallisellen ZH
- Unterführung in Wallisellen ZH unter Wasser
- Feuerwehr in Wallisellen ZH im Dauereinsatz
- Strassensperre in Seedorf UR
- Flughafen-Autobahn bei Zürich ist gesperrt
- Land unter in Zürich
- Sustenstrasse UR wegen Erdrutsch gesperrt
- Linkin Park spielt wieder
- Nau.ch-Leser an Linkin-Park-Konzert: «Schüttet wie aus Kübeln»
- Seedorf UR: Starkregen sorgt für Strassensperrung
- Luchsingen GL: Farbverlauf in Bach dank Dreck-Wasser
Wie angekündigt haben am Dienstagabend teils kräftige Gewitter Teile der Schweiz erfasst.
Der Bund gab im Verlauf des Abends verschiedene Warnungen heraus. In der Innerschweiz kam es zu Felsstürzen, Strassensperren sowie Problemen auf Strassen und Schienen.
Viel Regen innert kurzer Zeit fiel unter anderem auch im Grossraum Zürich. «Schutz & Rettung Zürich» meldete nach Mitternacht über 700 Feuerwehreinsätze im Kanton.
Der heftige Starkregen sorgte dafür, dass zahlreiche Strassen, Unterführungen und Keller geflutet wurden. Im Letzigrund musste gar das Linkin-Park-Konzert kurzzeitig unterbrochen werden. Auch am Flughafen Zürich gab es wegen dem Unwetter ein Chaos.
Laut Prognose ist im Verlauf des Mittwochs mit weiteren, teils intensiven Niederschlägen in mehreren Regionen der Schweiz zu rechnen. Am frühen Morgen hat es etwa schon in Herrliberg ZH wieder heftig geregnet.
Auf dem Bodensee ist aktuell ein seltenes Naturphänomen zu beobachten: eine Wasserhose. Das zeigen auch Videos und Bilder in den Sozialen Medien.
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Mittlerweile hat das Gewitter die Innerschweiz erreicht. In Luzern regnet es stark, wie Videoaufnahmen von Nau.ch-Reporter Nico Leuthold zeigen.
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Ebenfalls zu sehen: Grosse Pfützen durch die sich Autos durchkämpfen. Sollte das Wasser weiter steigen, könnten Autos liegenbleiben.
Die Unwetter in der Schweiz haben seit Dienstagabend regional für sehr grosse Niederschlagsmengen gesorgt. Spitzenreiter ist Flühli LU mit 100 Millimetern, wie MeteoSchweiz am Mittwochmorgen mitteilte.
Dahinter folgen Opfikon ZH mit 91 Millilitern und der Flughafen Zürich mit 66 Millilitern Niederschlag.
SRF Meteo zählte in der Nacht auf Mittwoch rund 25'0000 Blitze. Besonders intensiv waren die Unwetter in der Innerschweiz und im Kanton Zürich.
70 annullierte Flüge und mehr als 30 umgeleitete Flugzeuge: Das ist die Bilanz des Flughafens Zürich am Mittwochmorgen nach heftigen Gewittern. Viele Passagiere konnten ihre Reise wegen der Gewitter nicht antreten und musste im Flughafen übernachten.
Am Mittwochmorgen waren bis 07.00 Uhr 70 Flüge annulliert, wie eine Sprecherin des Flughafens Zürich mitteilte. Der Flugbetrieb sei jedoch soweit normal gestartet.

Auf dem Weg nach Zürich hatten am Dienstagabend über 30 Flugzeuge auf andere Flughäfen wie Stuttgart, Genf oder Basel ausweichen müssen. In der Folge fehlten am Mittwoch nun Flugzeugen und Crews, so die Sprecherin.
Die lang anhaltenden Gewitter direkt über dem Flughafen hatten bereits am Vorabend zu längeren Betriebsunterbrüchen geführt. In der Folge wurden zunächst 44 Flüge gestrichen, 24 Landungen und 20 Starts.
Für die Zeit nach dem offiziellen Betriebsende um 23.30 Uhr wurde eine Ausnahmebewilligung erteilt. Dadurch konnten noch 14 Maschinen ankommen und 15 abfliegen.
Das neueste gibt es hier im Live-Ticker von Nau.ch:
Es geht weiter mit Gewittern über Zürich. Auch am frühen Morgen hat es in der Region wieder heftig geregnet. Wie ein Leservideo zeigt, hat sich ein kleines Bächlein in Herrliberg ZH danach fast in einen reissenden Fluss verwandelt.
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Ein weiteres Video vom Mittwochmorgen zeigt, dass die Abflüsse sichtlich Mühe haben das viele Wasser aufzunehmen. Auch dieses Video stammt aus Herrliberg ZH.
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Gewitter legt Flugverkehr am Flughafen Zürich lahm
Das Gewitter vom Dienstagabend hatte auch am Flughafen Zürich für ein grosses Durcheinander gesorgt. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, mussten mehrere Flüge umgeleitet werden, andere fielen ganz aus.
Bis etwa 20.30 Uhr war noch alles normal gelaufen, dann wurde das Anflugregime wegen aufkommender Windböen umgestellt: Statt auf Piste 28 über Bassersdorf wurde auf Piste 24 über Gockhausen gelandet. Landungen waren zu diesem Zeitpunkt noch möglich.

Nach 21 Uhr wurden mehrere anfliegende Maschinen ins Holding geschickt und mussten Warteschleifen fliegen. Kurz darauf begannen die Umleitungen: Ein Swiss-Airbus aus London Heathrow drehte als erstes ab und landete in Genf.
Flüge wichen nach Basel, Genf, Mailand oder Stuttgart aus
Es folgten weitere Maschinen aus Amsterdam, Paris, Prag, Neapel, Dublin, Budapest, Rom, Barcelona, Kosice und Bordeaux – sie wichen je nach Kapazität nach Basel, Genf, Mailand oder Stuttgart aus. Die Crew eines Swiss-Flugs aus Kairo kreiste fast eine Stunde lang, ehe auch sie nach Genf umgeleitet wurde.
Um 22 Uhr war klar: Es wird später am Flughafen Zürich. Weil das Gewitter stationär blieb, waren auch Starts für längere Zeit nicht mehr möglich. In der Folge wurden mehrere Flüge annulliert, darunter Verbindungen von Swiss nach Genf, Paris und Oslo. Ein Flug einer Swiss-Maschine nach Sao Paulo wurde hingegen durchgeführt, konnte aber erst kurz vor 1 Uhr morgens abheben.
Am späten Dienstagabend hatten Abschleppdienste in der Region Zürich alle Hände voll zu tun. Zahlreiche Autos, die wegen Wasserschäden nicht weiterfahren konnten, mussten abgeschleppt werden. Unser Reporter Nico Leuthold konnte Fabian Knecht von der Autohilfe Zürich bei der Arbeit über die Schulter schauen.
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Es gibt eine erste Unwetter-Bilanz für die Region Zürich! Wie «Schutz & Rettung Zürich» mitteilt, disponierte die Einsatzleitzentrale zwischen 20.30 und 01.00 Uhr weit über 700 Feuerwehreinsätze im ganzen Kanton.
Laut der Mitteilung traf das Unwetter am Dienstagabend gegen 20.30 Uhr auf den Kanton und rund eine Stunde später auf die Stadt Zürich. Heftiger Starkregen bewegte sich nur sehr langsam über die Region. Die Folgen: Überlaufende Kanalisationen und Strassen, geflutete Unterführungen, volle Keller und über die Ufer tretende Gewässer.
Besonders stark betroffen waren demnach Zürich-Nord sowie Wallisellen, Dübendorf und Rafz – einzelne Gemeinden verzeichneten über 100 Einsätze auf ihrem Gebiet. Die Einsatzleitzentrale schaltete in den sogenannten Unwettermodus, nebst der Berufsfeuerwehr standen sämtliche Milizfeuerwehrkompanien im Einsatz.
Am morgen dürften weitere Meldungen hinzukommen
Die offenen Einsätze werden laufend abgearbeitet, dürfte sich aber noch länger hinziehen. «Schutz & Rettung» rechnet damit, dass am Morgen weitere Meldungen hinzu kommen werden, wenn die Bevölkerung erwacht.
Die Kantonspolizei Uri zieht eine erste Bilanz zu den Unwettern vom Dienstagabend. Demnach kam es in den Gemeinden Attinghausen, Seedorf, Isenthal, Seelisberg, Wassen und Spiringen zu mehreren Elementarereignissen.
Unter anderem traten Murgänge und über die Ufer getretene Bäche auf, zudem löste ein Blitzeinschlag einen kleineren Waldbrand aus. Verletzte gab es laut einer Medienmitteilung keine, Evakuierungen waren bislang nicht nötig. Zum Ausmass allfälliger Sachschäden liegen noch keine verlässlichen Angaben vor.
Mehrere Strassen sind derzeit gesperrt, darunter die Bodenwaldstrasse in Attinghausen, die Gitschenthalstrasse und die Seestrasse in Seedorf, die Kleintalstrasse in Isenthal sowie die Sustenstrasse in Wassen. Die Klausenstrasse zwischen Urnerboden und Argseeli ist nur einspurig befahrbar. Die Kantonspolizei hat entsprechende Meldungen über Alertswiss und Viasuisse ausgelöst.
Wie die Autohilfe Zürich auf Anfrage von Nau.ch meldet, wurden bisher im Raum Wallisellen, Kloten und Bassersdorf rund ein dutzend Autos abgeschleppt, die im Wasser standen.

Nach dem vielen Regen binnen kurzer Zeit in Zürich steht auch die Feuerwehr in Wallisellen ZH im Dauereinsatz.

Mittlerweile regnet es in der Region jedoch nicht mehr – laut unserem Reporter sind aber noch Gewitter zu hören.
Das Unwetter in Zürich hat für zahlreiche überflutete Strassen gesorgt. Laut unserem Reporter Nico Leuthold ist die Feuerwehr in der Stadt an mehreren Orten im Einsatz.

Gemäss einem Nau.ch-Leserreporter vor Ort regnete es im Letzigrund-Stadion «wie aus Kübeln». Zudem habe es auch gehagelt, weshalb die US-Amerikanische Band ihr Konzert für gut 40 Minuten unterbrochen hat.
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Starke Regenfälle haben am Dienstagabend in der Innerschweiz für Probleme auf Strassen und Schienen geführt. Im Urnerland musste die A2 zwischen Bolzbach und Seedorf wegen Überflutungen am früheren Abend gesperrt werden.
Das teilte der TCS auf seiner Webseite mit.
Im Kanton Obwalden unterbrach ein Unwetter den Bahnverkehr der Linien IR und S5 zwischen Alpnach Dorf und Alpnachstad.
Das war den Bahnverkehrsinformationen der SBB zu entnehmen. Derzeit bestehe keine Reisemöglichkeit zwischen den beiden Ortschaften, hiess es weiter. Die Dauer des Unterbruchs sei unbestimmt.




























