USA beschlagnahmen Tanker vor Küste Venezuelas

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Die USA haben einen Tanker vor der Küste von Venezuela beschlagnahmt. Es ist eine weitere Eskalation in Trumps Kampf gegen Nicolás Maduro.

US-Präsident Donald Trump. Foto: Alex Brandon/AP/dpa
US-Präsident Donald Trump. Foto: Alex Brandon/AP/dpa - Keystone/AP/Alex Brandon

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA haben vor Venezuela einen Tanker beschlagnahmt.
  • Laut Donald Trump sei es der grösste, jemals beschlagnahmte Tanker.
  • Seit Wochen üben die USA hohen Druck aus und fordern den Rücktritt von Maduro.

Die USA haben im Konflikt mit Venezuela vor der Küste des südamerikanischen Landes einen Tanker unter ihre Kontrolle gebracht. Das bestätigte US-Präsident Donald Trump. Es sei ein sehr grosser Tanker, der grösste, der jemals beschlagnahmt worden sei, sagte Trump. Noch andere Dinge würden geschehen, kündigte Trump an, ohne Details zu nennen.

In einem Tweet bestätigt auch Justizministerin Pam Bondi die Beschlagnahmung. Der Tanker soll Teil eines illegalen Netzwerks zum Transport von Öl zur Unterstützung von ausländischen Terrororganisationen sein. Der Tanker sei für den Transport von sanktioniertem Öl aus Venezuela und dem Iran genutzt worden. Der FBI-Chef Kash Patel erklärte dagegen, der Tanker sei verwendet worden, um Öl aus Venezuela an den Iran zu liefern.

Der Öltanker stehe seit mehreren Jahren unter Sanktionen der Vereinigten Staaten, die Soldaten hätten nun einen Beschlagnahmebeschluss vollstreckt. Bondi veröffentlichte zugleich ein Video, das die Aktion zeigen soll. Darauf ist ein Tanker zu sehen, dem sich ein Hubschrauber nähert. Soldaten seilen sich dann auf das Deck des Tankers ab und sichern das Schiff mit gezückten Waffen. Von der Mannschaft ist nichts zu sehen.

Die «New York Times» berichtete unter Bezug auf einen ungenannten Mitarbeiter der Küstenwache, das Schiff fahre unter dem Namen «Skipper» und habe Öl der staatlichen venezolanischen Ölgesellschaft transportiert. Früher sei es mit dem Schmuggel iranischen Öls in Verbindung gebracht worden.

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Donald Trump fordert den Rücktritt des autoritären venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. - keystone

Wohin das Schiff unterwegs war und unter welcher Flagge es fuhr, war angesichts der widersprüchlichen Angaben aus den USA zunächst unklar. An der Übernahme des Tankers waren nach Angaben Bondis die Küstenwache, das FBI und das Heimatschutzministerium beteiligt, mit Unterstützung des inzwischen als «Kriegsministerium» bezeichneten Pentagons.

In den vergangenen Monaten hatte das US-Militär vor allem Boote beschossen und zerstört, die angeblich Drogen transportierten. Trump hatte mehrfach betont, dass er auch Einsätze an Land nicht ausschliesst. Zuletzt hatte er im Interview des Nachrichtenportals «Politico» zur Frage nach einer amerikanischen Bodeninvasion in Venezuela erklärt, er wolle weder etwas bestätigen noch ausschliessen.

Trump: Maduros «Tage sind gezählt»

Auch auf die Frage, wie weit er gehen würde, um den autoritären Präsidenten Nicolás Maduro aus dem Amt zu drängen, wollte Trump nicht antworten. Er betonte aber: «Seine Tage sind gezählt.» Der US-Präsident warf Maduro vor, das venezolanische Volk «furchtbar» zu behandeln.

Seit Wochen verschärft Trump den Ton und das Vorgehen gegenüber dem südamerikanischen Land. Die USA haben nicht nur zusätzliche Soldaten in der Karibik zusammengezogen und mehrere Kriegsschiffe in die Region verlegt, darunter den weltgrössten Flugzeugträger. Trump genehmigte auch verdeckte Einsätze des Auslandsgeheimdienstes CIA in Venezuela.

Kommentare

User #4322 (nicht angemeldet)

Bin schon gespannt was abgeht wenn China Taiwan einnimmt.

User #3875 (nicht angemeldet)

Übrigens! Zur Zeit liefert der Iran das Benzin und den Diesel fürVenezuela, weil in Venezuela keine Raffinerien mehr funktionieren. Maracucho

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