Trump nennt Nato-Absage beim Iran-Krieg einen Fehler
US-Präsident Donald Trump wirft Nato-Alliierten vor, einen törichten Fehler zu machen, weil sie beim Iran-Krieg nicht helfen wollen.

Donald Trump hat seine Kritik an der Nato deutlich verschärft und deren Nutzen für die USA angezweifelt.
Wie das «Handelsblatt» berichtet, sagte Trump bei einem Treffen im Weissen Haus folgende kritische Worte: «Ich frage mich, ob die Nato jemals für uns da wäre.»
Trump wirft den Bündnispartnern vor, beim Iran-Einsatz einen fundamentalen Fehler zu machen. Mehrere Nato-Länder haben sich geweigert, die Strasse von Hormus zu sichern.
Enttäuschung über die Europäer
Trump bezeichnete die Haltung der Partner als «ziemlich schockierend», berichtet das «T-Online»-Portal. Im Oval Office sagte er demnach: «Ich denke, die Nato macht einen sehr dummen Fehler.»
Der US-Präsident reagierte auf die Verweigerung mehrerer Nato-Länder, eine Marinemission zu unterstützen, berichtet das «Handelsblatt».
Die Strasse von Hormus ist blockiert, seit der Iran seine dortige Infrastruktur beschädigt hat. Die Ölpreise stiegen daraufhin auf das höchste Niveau seit mehreren Jahren zeitweilig an.
Trump droht mit Nato-Austritt
Trump deutete öffentlich an, einen Nato-Austritt zu erwägen und möglicherweise Konsequenzen einzuleiten, schreibt «T-Online».
Er sagte: «Wenn sie uns nicht helfen, ist das sicher etwas, worüber wir nachdenken sollten.» Diese Aussage zeigt beispiellose Spannungen im westlichen Bündnis an.
Kanzler Friedrich Merz und Aussenminister Johann Wadephul lehnen Trumps Forderungen nach einer Marine-Mission ab. Deutschland begründet dies damit, dass es nicht um eine Nato-Mission gehe und keine Bindung bestehe.
Berlin und London im Visier
Auch Keir Starmer griff der US-Präsident an. Er habe keine Unterstützung angeboten, was der US-Präsident als grossen Fehler bezeichnete, schreibt die «Tagesschau».

«Ich bin von Keir enttäuscht – ich mag ihn, ich halte ihn für einen netten Mann, aber ich bin enttäuscht.»
Lindsey Graham, ein Trump-Vertrauter, sprach von extremer Frustration des Präsidenten über diese Haltung, berichtet «T-Online». Trotzdem ändern solche Warnungen nichts an den europäischen Positionen in diesem Konflikt.
















