US-Sanktionen gegen Drogennetzwerk in der Karibik
Die US-Regierung hat Sanktionen gegen eines der grössten Drogennetzwerke in der Karibik verhängt. Die Drogen wurden von Costa Rica aus in die USA und nach Europa geschmuggelt, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Nach einer mit den costa-ricanischen Behörden koordinierten Untersuchung wurden fünf Personen und fünf Unternehmen aus dem mittelamerikanischen Land mit Sanktionen belegt.

Dem Netzwerk wird vorgeworfen, Kokain auf dem Seeweg aus Kolumbien zu transportieren, die Drogen in Costa Rica zu lagern und sie daraufhin in die Vereinigten Staaten und nach Europa zu verschiffen. Unter den bestraften Personen befinden sich die in Grossbritannien und in Costa Rica bereits verhafteten Drogenbosse Luis Manuel Picado und sein Bruder Jordie, die an die USA ausgeliefert werden sollen. Die kriminelle Organisation soll von ihnen angeführt worden sein.
Seit einigen Jahren hat sich die Sicherheitslage in Costa Rica wegen der Gewalt der Drogenkartelle verschlechtert. Das einst sehr sichere Urlaubsland hat sich zu einem bedeutenden Umschlagplatz für Kokain aus Südamerika entwickelt. Laut dem US-Finanzministerium kämpfen Verbrechergruppen etwa um die Kontrolle des Hafens Moín an der Karibikküste, um das Kokain in Containern transportieren zu können.
In der Karibik geht das US-Militär seit Anfang September hart gegen vermeintliche Drogenschmuggler vor. Mehrere mutmasslich mit Drogen beladene Boote wurden in internationalen Gewässern attackiert. Bei den bisher rund 30 Angriffen wurden offiziellen Angaben zufolge bereits mehr als 100 Menschen getötet. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, demnächst auch an Land gegen Drogenkartelle vorzugehen.










