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US-Ex-Botschafter verlässt Labour-Partei nach neuen Enthüllungen

Maja Bojic
Maja Bojic

Grossbritannien,

Der ehemalige britische Botschafter in den USA, Peter Mandelson, verlässt die Labour-Partei nach neuen Enthüllungen zur Epstein-Affäre.

Peter Mandelson
Der Ex-Minister Peter Mandelson wurde im Zusammenhang mit der Epstein-Affäre vorübergehend verhaftet. - keystone

Der ehemalige britische Botschafter in den USA, Peter Mandelson, hat seine Parteimitgliedschaft in der Labour-Partei gekündigt. Mandelson trat laut BBC-Bericht zur Vermeidung weiterer Peinlichkeiten nach neuen Epstein-Enthüllungen aus der Partei aus.

Mandelson war zuvor laut «Anadolu Agency» bereits von seinem Posten als Gesandter in Washington entlassen worden. Ausschlaggebend waren erneut aufgetauchte Frühbeziehungen zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.

Verfolgst du die Entwicklungen im Epstein-Fall?

In einem Brief an die Labour-Generalsekretärin erklärte Mandelson laut «NDTV», er wolle der Partei weitere Peinlichkeiten ersparen. Der Schritt erfolgte nach neuen Veröffentlichungen aus US-Justizdokumenten.

Neueste Dokumente und Vorwürfe

Die US-Akten enthalten Angaben zu angeblichen Zahlungen Epsteins an Mandelson und Personen in seinem Umfeld im Frühjahr 2003 und 2004. Laut einem BBC-Bericht betreffen diese Zahlungen drei Überweisungen von jeweils 25'000 Dollar.

Die veröffentlichten US-Dokumente enthalten laut «Reuters» Angaben zu Zahlungen und früheren Verbindungen zwischen Epstein und Personen in Mandelsens Umfeld. Mandelson selbst äusserte gegenüber Medien, er habe keine Erinnerung an diese Transaktionen.

Politische Gegner fordern aufgrund der Angaben weitreichende Schritte gegen Mandelsens politische Rolle.

Reaktionen aus Politik und Gesellschaft

Der britische Premierminister Keir Starmer hatte Mandelsens bisherige Rolle laut «Sky News» als ausserordentliches Risiko bezeichnet. Die Entlassung als Botschafter veranlasste er im September 2025.

Keir Starmer
Keir Starmer hatte Mandelsens bisherige Rolle als ausserordentliches Risiko bezeichnet. (Archivbild) - keystone

Mandelsons Rückzug aus der Labour-Partei folgt laut «Reuters» einer anhaltenden Kontroverse um seine Verbindungen zu Epstein.

Diese Verbindungen werden zunehmend parteiübergreifend kritisiert.

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Kommentare

User #2472 (nicht angemeldet)

Dass Swissmedic noch Spenden von Bill Gates annimmt - der mit einem Sexualstraftäter eng befreundet war - ist mehr als verwerflich.

User #4933 (nicht angemeldet)

Die Konservativen sind immer wieder in solche Skandale involviert. Auch in der Schweiz (s. Diethelm).

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