Chiles Ex-Präsidentin Bachelet will UN-Generalsekretärin werden
Chiles frühere Präsidentin Michelle Bachelet will Generalsekretär der Vereinten Nationen werden. Die 74-Jährige sei offiziell als Kandidatin um den höchsten Führungsposten der UN eingeschrieben worden, sagte der chilenische Präsident Gabriel Boric.

Unterstützt wird Bachelets Bewerbung von Brasilien und Mexiko, den bevölkerungsreichsten Ländern Lateinamerikas.
Bislang hatte bereits der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, der Argentinier Rafael Grossi, seine Kandidatur für die Nachfolge von UN-Generalsekretär António Guterres offiziell gemacht. Auch die frühere Vizepräsidentin von Costa Rica, Rebeca Grynspan, hat Interesse angemeldet.
Das Amt rotiert traditionell zwischen den Weltregionen. Als Nächstes wäre Lateinamerika an der Reihe. Bislang wurden die Vereinten Nationen noch nie von einer Frau geleitet. Der Posten wird zum 1. Januar 2027 neu besetzt.
Bachelet war von 2006 bis 2010 und von 2014 bis 2018 Präsidentin von Chile. Danach führte sie für vier Jahre das UN-Menschenrechtskommissariat.
Trotz der Schwierigkeiten, die durch ein herausforderndes geopolitisches Umfeld gekennzeichnet seien, setze sie weiterhin auf die Stärkung der Instrumente des Multilateralismus und die Modernisierung der Vereinten Nationen, «die wir als den weltweit wichtigsten Ort der Begegnung, des Dialogs und der Suche nach gemeinsamen Lösungen anerkennen», sagte Bachelet in ihrer ersten Rede als Kandidatin für das Amt der UN-Generalsekretärin.










