US-Demokraten schliessen Beweisführung im Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ab

    AFP
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    USA,

    Im Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump haben die demokratischen Anklageführer am Freitag ihre Beweisführung im Senat abgeschlossen.

    Der demokratischer Anklageführer Adam Schiff (M.) vor Reportern
    Der demokratischer Anklageführer Adam Schiff (M.) vor Reportern - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die US-Demokraten haben am Freitag ihre Beweisführung im Impeachment-Prozess abgeschlossen
    • Sie bezeichneten den US-Präsidenten als «Gefahr für die Demokratie».
    • Ab Samstag übernimmt die Verteidigung von Trump das Zepter.

    Am dritten Tag der Anklageerhebung setzten die Vertreter der Demokraten ihre Präsentation der Vorwürfe in der Ukraine-Affäre gegen Trump fort und bezeichneten ihn als eine «Gefahr» für die Demokratie.

    «Er ist, wer er ist, und das wird sich nicht ändern, der Präsident der Vereinigten Staaten wird weiterhin seine Macht missbrauchen», sagte der Anklageführer Adam Schiff.

    Adam Schiff kommt zur Fortsetzung des Amtsenthebungsverfahrens. Foto: J. Scott Applewhite/AP/dpa
    Adam Schiff kommt zur Fortsetzung des Amtsenthebungsverfahrens. Foto: J. Scott Applewhite/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Schiff und die anderen Anklagevertreter zeigten während ihrer Ausführungen immer wieder Videos und Dokumente, um die Vorwürfe gegen Trump zu belegen.

    Der Präsident habe staatliche Mittel eingesetzt, um Druck auf Kiew auszuüben und so seinen Rivalen «zu verleumden» und «bei den Wahlen zu betrügen», betonte Schiff. Trumps Verhalten «gefährdet unsere nationale Sicherheit».

    Der Präsident neige dazu, «seine eigenen Interessen über die des Landes zu stellen», fügte Schiff hinzu. «Unsere Demokratie steht auf dem Spiel, so einfach ist das.»

    Demokraten sprechen von Amtsmissbrauch

    Die Demokraten werfen Trump vor, den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj zu Ermittlungen gegen Ex-Vizepräsident Joe Biden gedrängt zu haben, der ihn bei der Präsidentschaftswahl im November herausfordern könnte.

    Als Druckmittel soll er dabei zurückgehaltene Militärhilfe in Höhe von 391 Millionen Dollar und einen von Selenskyj erhofften Empfang im Weissen Haus eingesetzt haben.

    Trump-Anwälte Sekulow (l.) und Cipollone
    Trump-Anwälte Sekulow (l.) und Cipollone - AFP/Archiv

    Von Samstag an sind die Anwälte des Präsidenten am Zug. Ihnen stehen, wie den Anklägern, über einen Zeitraum von drei Tagen 24 Stunden zur Verfügung. Es ist der dritte Impeachment-Prozess gegen einen Präsidenten in der US-Geschichte.

    Eine Amtsenthebung Trumps gilt angesichts der Senatsmehrheit seiner Republikaner und der hohen Hürde einer Zweidrittelmehrheit als nahezu ausgeschlossen.

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