UN-Menschenrechtschef warnt vor Populisten und KI
Kriege, Hitzewellen und rasanter technischer Wandel treiben nach Worten des UN-Hochkommissars für Menschenrechte, Volker Türk, weltweit die Polarisierung voran.

Das könne ein Gefühl der Ohnmacht erzeugen, und Populisten, einflussreiche Tech-Unternehmer und Interessengruppen erweckten verstärkt durch Echokammern in sozialen Medien den Eindruck, dass diese Trends unvermeidlich sind. Das Gegenteil sei der Fall, sagte Türk zum Auftakt der Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf.
Die Geschichte sei voller Menschen, die sich erfolgreich gegen Ungerechtigkeit und Ungleichheit aufgelehnt hätten, so Türk. Menschen hätten sich geweigert, ihr Schicksal hinzunehmen und gemeinsam die universellen Werte hochgehalten, die das Fundament der Menschlichkeit bilden.
Türk warnte vor gefährlichen Trends im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI): «Eine Handvoll Männer verfügt über nahezu unbegrenzte Macht über die KI, von der uns immer wieder gesagt wird, sie verfüge über unvorstellbare Rechenkapazitäten. Sie sprechen von Freiheit, doch bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass dies kaum mehr ist als die Freiheit, unsere Daten auszubeuten», sagte Türk. Er teile die Bedenken einiger Experten, «dass fortschrittliche KI ein existenzielles Risiko für die Menschheit darstellen könnte».
«Ich rufe hier und heute zu einer umfassenden Anstrengung auf, um eiserne Garantien für die Sicherheit und den Schutz von KI zu schaffen, bevor es zu spät ist. Ich werde in den kommenden Tagen an KI-Unternehmen schreiben, um sie zu drängen, die Massnahmen zu ergreifen, die in ihrer Macht stehen, um die Risiken jetzt zu verringern.»










