Bis 2030 soll die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad bleiben. Patricia Espinosa mahnt nun, die Staaten brauchen konkretere Pläne.
Patricia Espinosa
Patricia Espinosa sieht Probleme beim Erreichen der Klimaziele. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Patricia Espinosa hat die Vereinten Nationen gemahnt.
  • Die Klimaziele müssten energischer und konkreter verfolgt werden.
  • Es sei noch eine Menge zu tun, um die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten.

Patricia Espinosa hat die Vereinten Nationen, im Hinblick auf die ehrgeizigeren Pläne zur Einsparung von Treibhausgasen, angemahnt.

Zwar hätten zum Stichtag 30. Juli deutlich mehr Staaten ihre Pläne vorgelegt, als noch ein halbes Jahr zuvor, teilte Patricia Espinosa am Samstag mit. Allerdings lägen erst Ankündigungen von 58 Prozent der Länder vor - und die seien oft nicht ambitioniert genug. Bisher blieben die gemeinsamen Anstrengungen weit hinter den Anforderungen der Wissenschaft zurück, hiess es.

Experten sind sich einig, dass sich bis 2030 mehr tun muss, wenn die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad bleiben soll.

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Das Erreichen der Klimazielen bis 2030 wird schwer zu erreichen sein. - dpa/AFP/Archiv

Emissionen müssen um 45 Prozent gesenkt werden

Schon jetzt hat sich die Erde um rund 1,2 Grad erhitzt, im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Die Weltklimakonferenz in Glasgow im November gilt als wichtiger Meilenstein.

Um das Ziel zu erreichen, müssten bis Ende dieses Jahrzehnts die Emissionen um 45 Prozent gesenkt werden, sagte Espinosa. «Die jüngsten extremen Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen auf der ganzen Welt sind eine eindringliche Warnung. Es muss viel mehr und viel schneller getan werden, um unseren derzeitigen Weg zu ändern», sagte die UN-Klimachefin. Dafür müssten aber ehrgeizigere Ziele ausgegeben und umgesetzt werden.

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