Ukraine Krieg

    Ukraine-Krieg: Will Putin nach Duma-Wahl verhandeln?

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Die USA setzen nach Angaben aus dem französischen Präsidentenpalast auf einen zügigen Beginn von konkreten neuen Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. «Was die Amerikaner uns gesagt haben, ist, dass es nach den Duma-Wahlen eine neue russische Bereitschaft zu Verhandlungen gebe und dass man sich in diesem Zusammenhang auf einen Neustart der Verhandlungen vorbereiten müsse», hiess es am Nachmittag aus dem Élysée. Details hätten die Amerikaner allerdings bislang nicht näher erläutert.

    Putin
    Der russische Präsident Wladimir Putin. - keystone

    Die Parlamentswahl in Russland soll vom 18. bis 20. September stattfinden. Kriegskritische Opposition wurde ausgeschlossen.

    Die USA hatten am Wochenende einen neuen Vorstoss zur Beendigung des Krieges gestartet. Die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner sprachen dazu zunächst in Moskau mit Kremlchef Wladimir Putin und anschliessend in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. An den Beratungen in Kiew nahmen zeitweise auch die Sicherheitsberater der Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich und Grossbritannien teil.

    Im Élysée-Palast wurde es als positiv gewertet, dass die Europäer nun über die sogenannte E3-Gruppe mit in die Gespräche einbezogen werden und dass die sogenannte 3+2-Formel offensichtlich vom Tisch sei. Unter der Formel wird eine territoriale Regelung verstanden, bei der Russland die Krim sowie die Gebiete Donezk und Luhansk vollständig und zusätzlich die von ihm besetzten Teile der Gebiete Cherson und Saporischschja zugesprochen würden. Die Idee war im Zuge von Gesprächen von US-Präsident Donald Trump und Putin in Anchorage im August 2025 aufgekommen. Kiew hatte sie aber abgelehnt, weil die Ukraine dann noch von ihr kontrollierte Gebiete hätte abgeben müssen.

    Vonseiten der Europäischen Union hiess es am Montag, die EU begrüsse den aktuellen Versuch, durch diplomatische Kontakte und den Besuch der US-Unterhändler in Kiew neue Dynamik zu schaffen. Zugleich wies ein Sprecher auf die anhaltenden russischen Angriffe auf Zivilisten, die Energieinfrastruktur und ukrainische Getreideexporte über das Schwarze Meer hin. Die Handlungen von Kremlchef Wladimir Putin führten zu Verwüstung, und seine Worte bekräftigten Russlands Maximalziele, sagte er. Nichts davon trage zu einem Ende des Krieges bei. Demgegenüber bleibe die Ukraine standhaft – auch in ihrem Bekenntnis zu einer vollständigen und bedingungslosen Waffenruhe.

    Kommentare

    User #1896 (nicht angemeldet)

    Putin soll abtreten und sich in Den Haag stellen

    User #4447 (nicht angemeldet)

    Putin wird nie verhandeln.

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