Donald Trump

    Trump will Sudan von Terrorliste streichen

    AFP
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    USA,

    US-Präsident Donald Trump hat dem Sudan im Gegenzug für eine Entschädigungszahlung eine Entfernung von der US-Terrorunterstützerliste angeboten.

    Sudans Ministerpräsident Abdalla Hamdok
    Sudans Ministerpräsident Abdalla Hamdok. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Donald Trump hat angekündigt, Sudan von der US-Terrorliste nehmen zu wollen.
    • Der Staat will über 300 Millionen an Opfer und Angehörige von Terrorangriffen zahlen.

    Der Sudan habe sich bereiterklärt, 335 Millionen Dollar (rund 285 Millionen Euro) Entschädigung für Opfer und Angehörige zurückliegender Terrorangriffe zu bezahlen, schrieb Trump am Montag beim Kurzbotschaftendienst Twitter.

    Das Land steht zusammen mit dem Iran, Nordkorea und Syrien auf der US-Liste der Staaten, denen Washington die Unterstützung von Terrorismus vorwirft. Der Schritt bringe «endlich Gerechtigkeit» und sei ein «grosser Schritt für den Sudan», schrieb Trump.

    Der EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell nannte Trumps Entscheidung «bedeutsam» und äusserte seine volle Unterstützung. Es sei eine Anerkennung der Fortschritte, die der Sudan unter der Übergangsregierung von Ministerpräsident Abdalla Hamdok gemacht habe.

    Während der fast 30-jährigen Herrschaft des sudanesischen Machthabers Omar al-Baschir waren die Beziehungen zu den USA höchst angespannt. Washington führt den Sudan seit 1993 auf der Terror-Liste. Der Sudan hatte unter anderem Al-Kaida-Gründer Osama bin Laden aufgenommen.

    Al-Baschir wurde im April nach monatelangen Massenprotesten von der Armee gestürzt. Im August wurde Hamdok zum Ministerpräsidenten einer Übergangsregierung ernannt. Er ist der erste sudanesische Regierungschef seit 1985, der die USA besuchte.

    Regierungschef Hamdok teilte bei Twitter mit, die US-Ankündigung sei Ausdruck der «Unterstützung für den Übergang des Sudans zur Demokratie». Angesichts der Aufhebung «der schwersten Bürde des untergegangenen Regimes» betonte Hamdok, dass das sudanesische Volk friedliebend sei und nie Terrorismus unterstützt habe.

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