Trump schätzt: Iran hat noch ein Fünftel seiner Raketen
Klarheit über die Grösse von Irans verbleibendem Raketen-Arsenal herrscht nicht. US-Präsident Donald Trump schätzt es jedoch tiefer ein als US-Medien.

Das Wichtigste in Kürze
- Laut US-Präsident Trump verfügt der Iran noch über einen Fünftel seiner Raketen.
- US-Medien berichteten zuletzt von grösseren Beständen.
- Worauf Trumps Schätzung basiert, ist unklar.
Trotz der massiven Luftangriffe im Verlauf des Iran-Kriegs verfügt Teheran nach einer Schätzung von US-Präsident Donald Trump noch über gut ein Fünftel seines Raketenarsenals.
Die meisten Drohnenfabriken, Abschussrampen und Einrichtungen zur Raketenproduktion seien ausgeschaltet worden, sagte der Republikaner in einem Interview mit dem TV-Sender NBC News. «Aber sie verfügen weiterhin über Kapazitäten. Sie haben noch einige Raketen und einige Drohnen.»
Trump ergänzte: «Prozentual würde ich sagen, vielleicht noch 21 bis 22 Prozent ihrer Raketen.» Das seien immer noch viele, aber nicht mehr das, was sie anfangs hatten.
Arsenal laut US-Medien höher
Es blieb unklar, worauf Trumps Schätzung des iranischen Raketenarsenals beruhte. Zuletzt hatte es immer wieder Medienberichte gegeben, die unter Berufung auf US-Beamte oder Geheimdiensterkenntnisse nahelegten, dass der Iran weiter über einen grossen Teil seiner Raketen verfügt.

Die «New York Times» etwa berichtete Mitte Mai, der Iran verfüge noch über etwa 70 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie rund 70 Prozent seines Raketenarsenals. Die «Washington Post» hatte ähnliche Zahlen genannt.
Ein ranghoher Vertreter des US-Militärs bezeichnete jene kursierenden Zahlen bei einer Anhörung im US-Kongress aber als falsch – ohne eigene Zahlen zu nennen.
Trump hat seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar immer wieder betont, wie erfolgreich die Militärschläge gegen den Iran gewesen seien.
US-Militär: Drohnen abgewehrt und Ziele im Iran angegriffen
Eigentlich gilt seit fast zwei Monaten eine Waffenruhe in dem Krieg, der am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels gegen den Iran begonnen hatte. Jedoch kam es zuletzt immer wieder zu vereinzelten gegenseitigen Angriffen der Kriegsparteien. So auch in der Nacht auf Freitag.
Das US-Militär hat im Bereich der Strasse von Hormus nach eigenen Angaben vier iranische Drohnen abgewehrt und daraufhin im Iran Radarstationen zur Küstenüberwachung angegriffen. Die Kampfdrohnen hätten eine Bedrohung für die Schifffahrt dargestellt, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit.
Anschliessend griffen US-Streitkräfte Radarstellungen auf der Insel Qeschm in der Strasse von Hormus sowie im Ort Goruk an, um sich «gegen weitere Angriffe zu verteidigen», wie das Militär mitteilte.












