Transparency: Korruption weltweit auf dem Vormarsch
Korruption nimmt laut der Anti-Korruptions-Organisation Transparency International weltweit zu.

Grund sei unter anderem das Erstarken von Rechtsnationalen und Populisten, wie die Organisation in Berlin mitteilte. Zum achten Mal erreicht Dänemark hintereinander demnach von allen Ländern den Spitzenplatz. Es folgen Finnland und Singapur. Die letzten Plätze belegen auf diesem Index Südsudan und Somalia.
Der sogenannte Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) basiert auf Einschätzungen zur Korruption im öffentlichen Sektor, die von Experten aus internationalen Institutionen und Forschungsgruppen abgegeben werden. Die Skala reicht von 0 Punkten – als sehr korrupt wahrgenommen – bis zu 100 Punkten für völlige Korruptionsfreiheit. Er umfasst 182 Staaten und Gebiete.
Weltweit habe es vor zehn Jahren noch zwölf Länder mit einer besonders hohen Punktzahl (über 80 Punkten) gegeben, heute seien es nur noch fünf. Der globale Durchschnitt habe dieses Jahr den tiefsten Wert seit über zehn Jahren erreicht (42 Punkte).
Deutliche Rückschritte seien auch in Demokratien zu verzeichnen. «In Ländern, in denen Rechtsextreme und populistische Parteien an die Macht gekommen sind, werden Schutzmechanismen gegen Korruption meist massiv abgebaut», sagte Alexandra Herzog, Vorsitzende von Transparency International Deutschland.














