Stadt Winterthur lässt tote Bäume künftig stehen
Statt tote Bäume immer komplett zu fällen, will die Stadt Winterthur sie künftig zurechtgestutzt stehen lassen. In den Jahrzehnten, in denen sie verrotten, sollen sie als Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Pilze dienen.

Die Kettensäge soll zwar immer noch anrücken. Allerdings nur, um die Bäume stark zurückzuschneiden. Die Überreste sollen als «Biotopbäume» stehen bleiben, wie die Stadt am Dienstag mitteilte.
Im absterbenden Holz finden Spechte, Meisen oder Eulen ein Zuhause. Auch für Fledermäuse, Insekten, Wildbienen und Schmetterlinge können tote Bäume als Lebensraum dienen. Moose, Flechten und Pilze werden sich ansiedeln und bei der Zersetzung helfen.
Das Stehenlassen von solchen «Biotopbäumen» sei überall dort möglich, wo der Baumstumpf kein Sicherheitsrisiko für Verkehrsteilnehmende sei, schreibt die Stadt. Voraussetzung ist, dass nicht am exakt gleichen Ort ein neuer Baum gesetzt werden muss. Bei den «Biotopbäumen» wird wenn immer möglich gleich daneben ein Jungbaum gepflanzt, der dann in dessen Schutz aufwachsen kann.






