Ticker – Trump: Egal, ob der Iran eine Demokratie wird
Seit einer Woche tobt der Krieg zwischen dem Iran und Israel sowie den USA. Auch zahlreiche weitere Golfstaaten wurden Ziel iranischer Attacken.

Das Wichtigste in Kürze
- Vor einer Woche griffen Israel und die USA den Iran an und starteten so den Krieg.
- Beide Seiten zeigen sich weiterhin unnachgiebig.
Seit einer Woche tobt der Iran-Krieg. Israel und die USA haben zuerst den Iran angegriffen. Das Land reagiert mit Gegenschlägen, auch auf andere Golfstaaten. Dadurch strandeten tausende europäische Auswanderer und Touristen.
Israel konnte den iranischen Führer Ajatollah Ali Chamenei ausschalten. Auch zahlreiche weitere Mitglieder der Führungsriege wurden getötet.
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Trump: Egal, ob der Iran eine Demokratie wird
03.10: Wie geht es im Iran nach der Tötung des Obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei weiter? Donald Trump sprach in einem Interview mit dem US-Sender CNN darüber.
«Der Iran ist nicht mehr dasselbe Land wie vor einer Woche», sagt der US-Präsident. «Vor einer Woche waren sie mächtig, jetzt sind sie kastriert.» Und Trump will bei der Wahl der neuen Führung im Iran beteiligt sein. «Das wird ganz einfach funktionieren.»

Eine Präferenz scheint er nicht zu haben, auch ein religiöser Anführer scheint eine Option zu sein: «Es kommt auf die Person an. Ich habe nichts gegen religiöse Führer.»
«CNN» fragt nach, ob Trump darauf bestehen wird, dass der Iran ein demokratischer Staat wird. «Nein, ich sage, es muss einen Führer geben, der fair und gerecht ist, der gute Arbeit leistet. Und der die USA und Israel gut behandelt.»
Saudi-Arabien: Drohnenangriff auf Ölfeld abgewehrt
03.00: Saudi-Arabien hat nach Behördenangaben einen Drohnenangriff des Irans auf das riesige Ölfeld Schaiba abgewehrt. Es seien sechs Drohnen abgefangen und zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Wie die saudische Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf einen Ministeriumssprecher berichtete, wurde zudem erneut eine auf den Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan abgefeuerte ballistischen Rakete abgefangen.
Drei Unifil-Soldaten bei Beschuss im Libanon verletzt
02.45: Infolge der Kämpfe im Libanon zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz sind drei Soldaten der UN-Beobachtermission Unifil in ihrem Stützpunkt verletzt worden. Ein Schwerverletzter sei zur Behandlung in ein Krankenhaus in der libanesischen Hauptstadt Beirut gebracht worden. Die beiden anderen Verletzten würden in einer Unifil-Einrichtung behandelt, teilte die Mission der Vereinten Nationen mit.

«Es ist inakzeptabel, dass Friedenstruppen, die vom Sicherheitsrat beauftragte Aufgaben erfüllen, angegriffen werden», erklärte Unifil. Jeder Angriff auf Unifil-Truppen stelle einen schweren Verstoss gegen das humanitäre Völkerrecht dar. Unifil teilte nicht mit, welche Kriegspartei für den Vorfall verantwortlich war.
Organisation: 20'000 Seeleute sitzen im Persischen Golf fest
02.35: Wegen des Iran-Kriegs sitzen im Persischen Golf nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) rund 20'000 Seeleute an Bord von Schiffen fest.
Generalsekretär Arsenio Dominguez bezeichnete das als inakzeptabel und wies auf ihr erhöhtes Risiko und die «erhebliche psychische Belastung» hin. Alle an dem Konflikt beteiligten Parteien seien verpflichtet, die notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um den Schutz der Seeleute sowie die Freiheit der Schifffahrt im Einklang mit dem Völkerrecht zu gewährleisten.
US-Minister: «Schwerstes Bombardement» des Irans heute Nacht
02.30: US-Finanzminister Scott Bessent hat besonders heftige Angriffe im Iran angekündigt. «Heute Nacht wird unser schwerstes Bombardement stattfinden», sagte er dem Sender Fox Business am Freitag (Ortszeit).

Man werde den iranischen Raketenabschussrampen und den Fabriken, in denen die Raketen hergestellt würden, den «grössten Schaden» zufügen, sagte er. Die USA und Israel begannen ihre Angriffe auf den Iran am vergangenen Samstag.
USA: Mehr als 3.000 Ziele im Iran angegriffen
00.38: Das US-Militär hat im Iran seit Kriegsbeginn vor rund einer Woche nach eigenen Angaben mehr als 3000 Ziele angegriffen. Die Streitkräfte hätten auch 43 Schiffe zerstört oder beschädigt, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf X mit. Erklärtes Ziel des US-Militärs ist es, die gesamte iranische Marine ausser Gefecht zu setzen.












