Tausende protestieren in Prag für und gegen Abtreibung

Tausende Menschen haben in Prag an Demonstrationen zum Abtreibungsrecht teilgenommen. Die Teilnehmer des jährlichen «Marschs für das Leben» zogen nach einem Gottesdienst im katholischen Veitsdom durch das Stadtzentrum. Zu einer Gegendemonstration unter dem Motto «Prag ist feministisch» versammelten sich Hunderte überwiegend junge Protestierende. Sie hielten Schilder mit Texten wie «Frauenrechte sind Menschenrechte» oder «Mein Körper, meine Wahl» hoch.

Polizeibeamte stehen Demonstranten bei der Veranstaltung  ́Marsch f ̧r das Lebena auf dem HradcanskÈ-Platz gegen ̧ber. Foto: ∑im·nek VÌt/CTK/dpa
Polizeibeamte stehen Demonstranten bei der Veranstaltung ́Marsch f ̧r das Lebena auf dem HradcanskÈ-Platz gegen ̧ber. Foto: ∑im·nek VÌt/CTK/dpa - Keystone/CTK/∑im·nek VÌt

Die Polizei war mit zahlreichen Kräften vor Ort, um Zusammenstösse zu verhindern. Fünf Personen seien vorübergehend festgenommen worden, weil sie den Anweisungen der Beamten nicht gefolgt seien, teilte ein Sprecher mit. Die Zahl der Abtreibungen ist in Tschechien nach Angaben der Agentur CTK seit Jahrzehnten rückläufig und liegt bei rund 15.000 Schwangerschaftsabbrüchen jährlich. Frauen dürfen bis zur 12. Schwangerschaftswoche legal abtreiben, ohne einen Grund angeben zu müssen. Bis zur 24. Woche können Abtreibungen aus medizinischen Gründen legal sein.

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Kommentare

User #4294 (nicht angemeldet)

Im Jahr 2026 wäre es eigentlich Zeit, Logik und Vernunft walten zu lassen, statt nach altmodischen Religionen und Götteraberglauben Abtreibungen verbieten zu lassen. OK, die Menschen könnten auch im Voraus etwas mitdenken und verhüten, wenn sie keine Kinder wollen.

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