Taliban starten Gegenangriffe auf pakistanische Stellungen
Nach pakistanischen Luftangriffen in Afghanistan am vergangenen Wochenende hat das Militär der afghanischen Taliban eine Gegenoffensive gestartet. Als Reaktion auf die pakistanischen Angriffe sei eine umfassende Offensive auf deren militärische Stellungen eingeleitet worden, schrieb der Sprecher der islamistischen Taliban-Regierung, Sabiullah Mudschahid, auf der Plattform X. Es seien mehrere Stützpunkte in den Grenzprovinzen Nangarhar und Kunar eingenommen worden. Mehrere pakistanische Soldaten seien dabei getötet oder gefangen genommen worden.

Pakistan bestätigte die Gefechte. Der pakistanische Informationsminister Attaullah Tarar schrieb auf X, dass zwei eigene Soldaten getötet und drei verletzt worden seien. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Pakistan hatte am vergangenen Wochenende Stellungen im afghanischen Grenzgebiet angegriffen. Laut pakistanischen Informationsministerium galten die Angriffe Lagern und Verstecken der Pakistanischen Taliban (TTP) sowie der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Nach Angaben der Vereinten Nationen kamen bei den pakistanischen Angriffen mindestens 13 Zivilisten ums Leben.
Die Beziehungen zwischen den Nachbarländern Afghanistan und Pakistan haben sich zuletzt massiv verschlechtert. Erst im Herbst war es zu Gefechten gekommen. Laut UN-Angaben starben damals 70 afghanische Zivilisten bei pakistanischen Angriffen. Islamabad wirft Kabul vor, Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Anschläge verüben.














