Taliban

Pakistan: Weitere Angriffe, bis Taliban sich Terror entsagen

Keystone-SDA
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Bern,

Das pakistanische Verteidigungsministerium hat die islamistischen Taliban in Afghanistan aufgefordert, sich von den Extremisten im Nachbarland abzuwenden. Solange dies nicht geschehe, gebe es kein Ende des laufenden pakistanischen Militäreinsatzes.

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Das pakistanische Verteidigungsministerium hat die islamistischen Taliban in Afghanistan aufgefordert, sich von den Extremisten im Nachbarland abzuwenden. (Symbolbild) - keystone

Pakistan habe in der Nacht «effektiv, umgehend und brutal» zugeschlagen, sagte ein Militärsprecher weiter bei einer Pressekonferenz. Islamabad wirft Kabul vor, islamistische Terroristen zu beherbergen, die in Pakistan Anschläge verüben.

Im Gegensatz zum Sprecher der Taliban-Regierung in Kabul, Sabiullah Mudschahid, der sich kurz vor der pakistanischen Pressekonferenz äusserte, machte die pakistanische Seite keine Aussagen über einen möglichen Dialog der Konfliktparteien.

In der Nacht war es nach einer Offensive der Taliban zu Kämpfen zwischen den Nachbarländern gekommen. Bei pakistanischen Gegenschlägen seien 274 Taliban-Kämpfer getötet und mehr als 400 verletzt worden, sagte der pakistanische Sprecher. 74 afghanische Stellungen seien zerstört worden, 18 eingenommen. Die afghanische Seite habe unter anderem mit Drohnen und Artilleriefeuer angegriffen.

Nach Angaben des Sprechers sind 12 pakistanische Soldaten bei den Kämpfen getötet und 27 weitere verletzt worden. Die Angaben waren zunächst nicht unabhängig überprüfbar. Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Muhammad Asif hatte den Konflikt mit dem Nachbarland noch in der Nacht als «offenen Krieg» bezeichnet.

Auch an der Grenze zum Erzfeind Indien seien pakistanische Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft, hiess es. Die Atommächte Indien und Pakistan waren im vergangenen Frühjahr direkt militärisch aneinandergeraten. Pakistan stellt Terrorgruppen, die im Land Anschläge verüben, immer wieder als Stellvertreter seines Erzrivalen Indien dar. Indien wies die Vorwürfe immer zurück.

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