GDK-Präsident Lukas Engelberger hofft auf Entlastung durch EFAS
Laut Lukas Engelberger, Präsident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK), hat das gute Gesundheitssystem der Schweiz seinen Preis. Die Politik stehe aber in der Pflicht, die Kostenentwicklung zu dämpfen. Per 2028 solle die einheitliche Finanzierung von Leistungen (EFAS) zu Entlastung führen.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hatte am Dienstag einen schweizweit durchschnittlichen Prämienanstieg von fünf Prozent für das Jahr 2027 verkündet. Der breite Leistungskatalog der Grundversicherung komme den Patientinnen und Patienten zugute, schrieb Engelberger (Mitte), der auch Gesundheitsdirektor im Kanton Basel-Stadt ist, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Weil die Leistungen ausgebaut würden und sowohl die Qualifikation des Personals wie auch der Innovationszugang hoch seien, stiegen damit Nutzen und Kosten, hiess es von Engelbergers Seite. Die GDK beteilige sich am Runden Tisch zur Kostendämpfung. Hier hätten die Kantone etwa einen Rückgang des Anteils des spitalstationären Bereichs an den gesamten Gesundheitskosten erreicht.
Auch werden die Kantone eine Mehrbelastung durch EFAS tragen, wie Engelberger angab. Dies solle ab 2028 zu einer Entlastung der Prämienzahlenden führen. Mit EFAS sollen ambulante und stationäre Leistungen einheitlich finanziert werden, ab 2032 auch Pflegeleistungen. Gemäss Engelberger erhalten die Kantone dadurch einerseits mehr Finanzverantwortung, andererseits komme es zu einem besseren Informationsaustausch und zum Abbau von Fehlanreizen.
Zudem investiert die öffentliche Hand vermehrt Prämienverbilligungen, wie es weiter hiess. Die Kantone hätten 2025 bei einem Anteil von 51,3 Prozent 3,7 Milliarden Franken finanziert. Den Rest trägt der Bund.






