Mittlere Krankenkassenprämie steigt im Kanton Aargau um 5,6 Prozent
Im Kanton Aargau steigt die mittlere Krankenkassenprämie 2027 über alle Altersklassen inklusive Wahlfranchisen und Modelle im Vergleich zum laufenden Jahr prozentual erneut stärker als im Schweizer Durchschnitt. Die Prämie erhöht sich im Aargau um 5,6 Prozent oder 20.70 Franken auf 390.50 Franken.

Diese Prämie liegt jedoch um 21.50 Franken unter dem Schweizer Mittelwert von 412 Franken. Das geht aus den am Dienstag veröffentlichten Unterlagen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) hervor.
Für Aargauer Erwachsene ab 26 Jahren steigt die Monatsprämie 2027 für die obligatorische Krankenversicherung inklusive Wahlfranchisen und Modelle um durchschnittlich 5,6 Prozent oder 24.60 Franken auf 464.70 Franken.
Für junge Erwachsene im Alter von 19 bis 25 Jahren erhöht sich die Prämie um 4,8 Prozent oder 14.50 Franken auf 315.90 Franken. Für Kinder bis 18 Jahre steigt die Prämie um 5,4 Prozent oder 6.20 Franken auf 121.30 Franken.
Im laufenden Jahr war die durchschnittliche Krankenkassenprämie über alle Altersklassen im Kanton Aargau um 4,8 Prozent gestiegen. Im Vorjahr betrug der Anstieg 7,1 Prozent.
«Prämienniveau im Aargau vergleichsweise tief»
Die Herleitung der Prämien 2027 erscheine nachvollziehbar, weil das überdurchschnittliche Kostenwachstum schweizweit und im Kanton Aargau anhalte, schreibt das Aargauer Departement Gesundheit und Soziales auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Etwa wegen der Alterung der Bevölkerung oder der gestiegenen Behandlungsintensität.
«Gemessen an zahlreichen anderen Kantonen ist das Prämienniveau im Kanton Aargau auch im Jahr 2027 noch immer vergleichsweise tief», bilanziert das Departement. Im Vergleich mit den Nachbarkantonen Zürich, Basel-Landschaft und Solothurn stehe der Aargau mit den monatlichen Prämien gut da. In den Kantonen Luzern und Zug liegen die durchschnittlichen Prämien jedoch auch im Jahr 2027 tiefer als im Aargau.






