Strasse von Hormus – USA greifen nach Tankerattacken Iran an
Nach Angriffen auf Tanker in der Strasse von Hormus reagierten die USA mit Militärschlägen auf über 80 Ziele im Iran.

Das US-Militär hat in der Nacht auf Mittwoch Ziele im Iran bombardiert und damit auf Tankerattacken reagiert. Wie der «ORF» berichtet, machte Washington Teheran für Angriffe auf drei Handelsschiffe in der Nähe von Hormus verantwortlich.
Das Nahost-Regionalkommando Centcom bezeichnete das Vorgehen des Iran als unbegründet und als klaren Bruch der Waffenruhe. Laut «ORF» wurden dabei unter anderem Luftabwehrsysteme sowie mehr als 60 Boote der Revolutionsgarde getroffen.
Besonders dramatisch war der Angriff auf den katarischen Flüssiggas-Tanker «Al-Rekajjat» unweit von Hormus. Wie das «Handelsblatt» berichtet, brach im Maschinenraum des mit LNG beladenen Schiffs ein Feuer aus und die Besatzung wurde evakuiert.
Eskalation nach Angriff in Strasse von Hormus
Katar bestellte nach dem Angriff den iranischen Vize-Botschafter ein und machte Teheran vollständig rechtlich verantwortlich. Das Aussenministerium in Doha forderte laut «Handelsblatt», dass der Iran alle Handlungen einstelle, die die Sicherheit der Schifffahrt gefährden.
Auch Saudi-Arabien machte den Iran für einen Angriff auf einen Tanker bei Hormus verantwortlich. Das Aussenministerium in Riad verurteilte, dass Teheran das saudi-arabische Schiff «Wedjan» ins Visier genommen habe, so der «ORF».
Iran seinerseits verurteilte die US-Angriffe als Verstoss gegen das bestehende Rahmenabkommen. Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi schrieb laut «Handelsblatt», die USA hätten mit ihren Sanktionen und Militärschlägen einen schwerwiegenden Vertragsbruch begangen.
Nato-Chef und Reaktionen aus der Region
Nato-Generalsekretär Mark Rutte bezeichnete die US-Angriffe als «absolut notwendig». Er erklärte laut «ZDFheute», bei einem Waffenruhbruch des Iran müssten die USA entschlossen reagieren.

Mittwochfrüh kam es zu iranischen Gegenangriffen, woraufhin Bahrain und Kuwait ihre Luftabwehr aktivierten. Wie der «ORF» berichtet, meldete auch Kuwait Angriffe mit Raketen und Drohnen auf sein Territorium.
Die Ölpreise reagierten laut «ZDFheute» prompt auf die Lage rund um Hormus. Die Nordseesorte Brent legte im frühen Handel rund 2,6 Prozent zu und erreichte 76,09 Dollar (etwa 61,4 Franken) je Barrel.












