Wadephul will Iran für Minenräumeinsatz zahlen lassen

    Maja Bojic
    Maja Bojic

    Iran,

    Johann Wadephul verlangt eine Kostenbeteiligung des Iran an einer möglichen Minenräumung in der Strasse von Hormus. Über einen Einsatz wird noch entschieden.

    Johann Wadephul
    Wadephul fordert, dass der Iran für eine mögliche Minenräumung in der Strasse von Hormus aufkommen soll. (Archivbild) - keystone

    Johann Wadephul fordert, den Iran an den Kosten einer möglichen europäischen Minenräummission in der Strasse von Hormus zu beteiligen. Der CDU-Politiker begründet dies damit, dass der Iran nach seiner Einschätzung eine internationale Seefahrtsstrasse rechtswidrig vermint habe, berichtet der «Spiegel».

    Der deutsche Bundesaussenminister erklärte im Gespräch mit dem «Handelsblatt», Deutschland werde für eine mögliche Räumung zunächst keine Erstattung verlangen. Grundsätzlich sei es jedoch gerechtfertigt, den Iran an den Ausgaben zu beteiligen, da ein vom Regime verursachter Schaden beseitigt werde.

    Soll der Iran für einen möglichen Minenräumeinsatz in der Strasse von Hormus zahlen?

    Ob sich die Bundeswehr an einer europäischen Minenräummission beteiligt, ist weiterhin offen. Die deutsche Bundesregierung soll noch im Sommer über einen möglichen Einsatz entscheiden.

    Wadephul: Entscheidung über Einsatz steht nach Forderung noch aus

    Eine deutsche Beteiligung hängt von mehreren Voraussetzungen ab. Entscheidend sind unter anderem der weitere Verlauf der Gespräche zwischen den USA und dem Iran sowie die Zustimmung des Bundestags.

    Die Strasse von Hormus zählt zu den wichtigsten Schifffahrtswegen der Welt. Ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Flüssiggasexporte wird über die Meerenge zwischen Iran und Oman transportiert.

    Der Konflikt im Persischen Golf und der Ukrainekrieg sind zentrale Themen des Nato-Gipfels in Ankara. Zudem regte Wadephul dem «Spiegel» zufolge an, über die bisher jährliche Durchführung der Gipfeltreffen nachzudenken.

    Nato-Gipfel und Ukraine im Fokus

    Der Aussenminister verwies darauf, dass Staats- und Regierungschefs langfristig stark eingebunden seien. Deshalb könne geprüft werden, ob Nato-Gipfel künftig stärker nach dem tatsächlichen politischen Abstimmungsbedarf angesetzt werden.

    Mit Blick auf die Ukraine sprach sich Wadephul für ein geschlossenes Signal der Nato-Staaten aus. Russland müsse erkennen, dass Verhandlungen alternativlos seien, während Europa bereit sei, einen solchen Prozess zu begleiten.

    Johann Wadephul ukraine deutschland
    Aussenminister Wadephul fordert die Ukraine auf, mehr Rüstungsgüter in Deutschland zu kaufen – und macht Druck auf Selenskyj. - keystone

    Am Montag äusserte sich Wadephul zudem zu Aussagen seines türkischen Amtskollegen Hakan Fidan über Israel. Dessen Wortwahl bezeichnete der Minister als «vollkommen unangemessen», schreibt die «Jüdische Allgemeine».

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    Kommentare

    User #2787 (nicht angemeldet)

    Deutschland will sich überall einbringen, aber die eigenen Probleme wollen sie kaschieren.

    User #5947 (nicht angemeldet)

    Der Kriegsbeteiligte sollte lieber vorsichtig sein mit Geschwätz über Reparationen, noch liegt Ramstein in Deutschland!

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