USA setzen Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft
Auf iranisches Öl gelten wieder US-Sanktionen. Die Ausnahmeregelung bestand nur für zweieinhalb Wochen.

Das Wichtigste in Kürze
- US-Sanktionen auf iranisches Öl sind wieder in Kraft.
- Grund sei das Verhalten Irans in der Strasse von Hormus, das «völlig inakzeptabel» sei.
- Die ursprüngliche Ausnahmegenehmigung war am 21. Juni erteilt worden.
Die USA haben die zuvor gelockerten Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft gesetzt. Eine vor gut zwei Wochen erteilte Ausnahmegenehmigung werde wieder zurückgenommen, teilte das US-Finanzministerium mit. Neue Geschäfte mit Rohöl, Petrochemie- und Erdölprodukten iranischen Ursprungs sind damit wieder untersagt.
Ein US-Regierungsbeamter erklärte, die Ausnahmegenehmigung werde aufgehoben, weil sich das Rahmenabkommen mit dem Iran an dessen Verhalten orientiere. Der Iran profitiere nur dann von wirtschaftlichen Erleichterungen, wenn er seinen Verpflichtungen nachkomme. Das Verhalten Teherans in der Strasse von Hormus sei für die USA «völlig inakzeptabel».
Die Ölmärkte reagierten umgehend. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August legte zuletzt um 5,63 Prozent auf 76,04 US-Dollar zu.
Zuletzt waren mehrere Tanker in der Strasse von Hormus angegriffen worden. Teheran hatte sich zunächst nicht offiziell zu den Vorwürfen geäussert oder Verantwortung reklamiert. Der Iran hatte aber in den vergangenen Tagen wiederholt erklärt, nur die von ihm vorgegebene Route durch die Strasse von Hormus sei sicher.
Ausnahmereglung vor zweieinhalb Wochen unterzeichnet
Bereits begonnene und zuvor genehmigte Geschäfte dürfen lediglich noch bis zum 17. Juli abgewickelt werden. Neue Käufe oder das Beladen von Schiffen mit iranischem Öl sind nach Angaben des Ministeriums nicht mehr erlaubt.
Die ursprüngliche Ausnahmegenehmigung war am 21. Juni nach Gesprächen zwischen Washington und Teheran erteilt worden. Damit wurden US-Verbote im Zusammenhang mit Produktion, Lieferung und Verkauf iranischen Rohöls und anderer Erdölprodukte vorübergehend ausgesetzt. Das galt zunächst bis zum 21. August.
Die Lockerung war Teil einer vorläufigen Vereinbarung, mit der beide Seiten Verhandlungen über ein dauerhaftes Abkommen ermöglichen wollten.

Mit der neuen Genehmigung verschärft Washington den wirtschaftlichen Druck auf Teheran. Die Strasse von Hormus ist für den Ölhandel enorm wichtig. Weil während des Krieges die Durchfahrt von Tankern faktisch kaum möglich war, waren die Preise weltweit nach oben geschossen. Mit der Ausnahmegenehmigung hatten die USA die Energiemärkte zwischenzeitlich beruhigt.










