Selenskyj will erneut Verteidigungsminister auswechseln

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Ukraine,

Wolodymyr Selenskyj will seinen Vizeregierungschef Federow zum Verteidigungsminister machen. Vorgänger Schmyhal soll einen neuen Posten erhalten.

ARCHIV - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild
ARCHIV - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild - Keystone/dpa/Michael Kappeler

Das Wichtigste in Kürze

  • Wolodymyr Selenskyj plant einen Wechsel im Verteidigungsministerium.
  • Der Vizeregierungschef Fedorow soll Schmyhal als Verteidigungsminister ersetzen.
  • Schmyhal soll einen anderen Posten erhalten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will erneut den Posten des Verteidigungsministers für den Kampf gegen den russischen Angriffskrieg neu besetzen. Der Vizeregierungschef und Minister für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow (34), solle das Amt von Denys Schmyhal übernehmen, kündigte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft an. Das ukrainische Parlament muss der Personalie zustimmen.

Schmyhal war erst im Sommer als Regierungschefs entlassen und anstelle von Rustem Umjerow als Verteidigungsminister eingesetzt worden. Er solle eine andere, für die Stabilität des Landes nicht weniger wichtige Aufgabe übernehmen, sagte Selenskyj. «Ich habe beschlossen, die Arbeitsweise des Verteidigungsministeriums zu ändern», sagte Selenskyj.

Mychajlo Fedorow
Mychajlo Fedorow ist der neue ukrainische Verteidigungsminister. - keystone

Fedorow beschäftige sich intensiv mit dem Einsatz von Drohnen in dem Krieg und arbeite sehr effektiv an der Digitalisierung staatlicher Dienstleistungen und Prozesse. «Zusammen mit unserem gesamten Militär, der Militärführung, den nationalen Waffenherstellern und den Partnern der Ukraine müssen wir im Verteidigungsbereich solche Veränderungen umsetzen, die hilfreich sind», sagte Selenskyj.

Die Personalie ist ein weiterer Baustein einer von Selenskyj angestossenen Neuaufstellung des Verteidigungs- und Sicherheitsapparats in der Ukraine. «Heute haben wir einen grundlegenden Neustart begonnen – interne Veränderungen, damit die Ukraine stabiler wird», sagte Selenskyj. Wegen Problemen in der Vergangenheit gebe es eine «Welle personeller Veränderungen». Weitere sollen demnach folgen.

Abgänge wegen Korruptionsskandal

Zuvor hatte er den Militärgeheimdienstchef Kyrylo Budanow zum neuen Chef seiner Präsidialkanzlei gemacht, nachdem seine bisherige rechte Hand auf dem Posten, Andrij Jermak, im Zuge eines Korruptionsskandals zurückgetreten war.

Budanows Nachfolge beim Militärgeheimdienst HUR übernahm der Auslandsgeheimdienstchef Oleh Iwaschtschenko. Der 56 Jahre alte Generalleutnant Iwaschtschenko solle in der neuen Aufgabe weiter an der wirtschaftlichen Schwächung Russlands und an der Einschränkung von Moskaus Militärpotenzial arbeiten, teilte Selenskyj mit.

Die Ukraine wehrt sich mit westlicher Hilfe, darunter auch von befreundeten Geheimdiensten, seit bald vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg. Trotz Verhandlungen ist ein Ende des Krieges bisher nicht in Sicht.

Kommentare

User #6306 (nicht angemeldet)

Sie brauchen eher bald gar keine Minister mehr. Das war seit 2022 abzusehen.

User #8227 (nicht angemeldet)

Wenn er die verschiedenen Prozesse der Kriegsführung begreift, ein guter Stratege ist und alle Ressourcen optimal ausnutzen kann, von den Sodaten respektiert wird, dann spielt das Alter keine grosse Rollen. Den Ukrainern wünsche ich viel Erfolg im neuen Jahr 2026. Hehehe. LOL.

Weiterlesen

a
Im Südlibanon
Ueli Schmezer
Ueli Schmezer

MEHR IN POLITIK

a
Iran-Ticker
Aline Trede
«Weil ich grün bin»
macron trump
28 Interaktionen
Unangemessen
5 Interaktionen
Rom/Bern

MEHR AUS UKRAINE

12 Interaktionen
Kiew
3 Interaktionen
Tscherkassy
Ukraine Selenskyj
14 Interaktionen
Kiew
Wadephul
8 Interaktionen
Kiew