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    Selenskyj unterschreibt Gesetz über Helden-Gedenkstätte

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    Ukraine,

    Vor dem Hintergrund eines Geschichtsstreits mit Polen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj das Gesetz zur Einrichtung einer nationalen Helden-Gedenkstätte unterschrieben. Dies geht aus einer Bekanntmachung des ukrainischen Parlaments hervor, wie die Agentur Ukrinform berichtete.

    ARCHIV - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem litauischen Präsidenten Nauseda und dem polnischen Präsidenten Nawro...
    ARCHIV - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem litauischen Präsidenten Nauseda und dem polnischen Präsidenten Nawro... - Keystone/AP/Mindaugas Kulbis

    Polen hatte das Vorhaben heftig kritisiert. Denn in dem sogenannten Pantheon sollen künftig auch Angehörige der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) geehrt werden. Die nationalistischen Untergrundkämpfer waren für Massenmorde an Polen und Juden vor allem in Wolhynien in der heutigen Westukraine während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg mit Zehntausenden Opfern verantwortlich.

    Selenskyj bekräftigte am Samstag vor Kriegsveteranen: «Das ukrainische Pantheon wird mit Sicherheit entstehen, und nur die Ukrainer werden darüber entscheiden, wer für uns ein Held ist.»

    Bewusste Konfrontation mit Polen

    Der staatliche Gedenkort wird dem Gesetz zufolge in der Hauptstadt Kiew eingerichtet. Geehrt werden sollen historische Figuren seit der Zeit des mittelalterlichen Reiches der Kiewer Rus. Erwartet wird, dass international umstrittene Persönlichkeiten umgebettet werden, die die heutige Ukraine als Unabhängigkeitskämpfer ansieht. Das Pantheon soll zudem als Begräbnisstätte für ukrainische Präsidenten dienen.

    Die Regierung in Warschau äusserte sich zunächst nicht. Doch die Konkretisierung des Vorhabens könnte das Verhältnis zu Polen, einem wichtigen westlichen Verbündeten der von Russland angegriffenen Ukraine, weiter verschlechtern. Nach der Verabschiedung des Gesetzes durch das ukrainische Parlament im Juli rügte die Kanzlei von Polens Präsident Karol Nawrocki, aus Sicht der Polen sei die Verherrlichung von Verbrechern, die in Wolhynien einen Völkermord begangen hätten, nicht der Weg in die westliche Welt.

    Bereits im Juni hatte es ein Zerwürfnis zwischen den beiden Ländern gegeben, nachdem Selenskyj einer militärischen Einheit den Ehrentitel «Helden der UPA» verliehen hatte. In der Folge nahm Warschau die Verleihung des Ordens des «Weissen Adlers» an Selenskyj zurück. Mehrere ukrainische und polnische Politiker gaben zudem Ehrungen aus dem Nachbarland zurück.

    Scharfe Kritik aus Moskau

    Der frühere Kreml-Chef Dmitri Medwedew übte scharfe Kritik an Selenskyjs Festhalten an dem Pantheon. «Der blutbefleckte Clown (Selenskyj) scheint, als wolle er seinen Wurzeln und den Geboten seiner Vorfahren trotzen, weiterhin Nazis und Verräter aller Art zu Helden zu stilisieren», schrieb Medwedew auf Telegram.

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    Kommentare

    User #21 (nicht angemeldet)

    Diktatoren machen was sie wollen und nicht was sie sollen .

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