Ukraine, Iran, Wirtschaft: G20-Aussenminister beraten in Atlanta
Die Aussenminister der G20-Staaten der grossen Industrie- und Schwellenländer beraten von diesem Freitag an über geopolitische Krisen und deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Unter dem Vorsitz von US-Aussenminister Marco Rubio soll es in Atlanta im Bundesstaat Georgia nach Angaben der Gastgeber unter anderem um Bedrohungen für die freie Schifffahrt sowie für die Versorgung mit Energie und Lebensmitteln gehen. Für Deutschland wird Aussenminister Johann Wadephul (CDU) erwartet.

Konkret dürfte es in Atlanta unter anderem um den Krieg im Iran sowie den seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gehen. Der eingeschränkte Schiffsverkehr in der Strasse von Hormus hatte die Preise für Rohöl und Kraftstoff in die Höhe schiessen lassen. Der Ukraine-Krieg beeinträchtigt den Handel mit Dünger und Getreide.
Es wird erwartet, dass besonders Russlands Aussenminister Sergej Lawrow in Atlanta im Mittelpunkt steht. Erst am Mittwoch hatte Moskau dessen Kommen bestätigt. Für die anderen Teilnehmer geht es auch um die Frage, wie sie mit dem Vertreter aus Russland umgehen – etwa beim traditionellen Gruppenfoto. Das Treffen könnte dabei so etwas wie eine Generalprobe für den G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 14. und 15. Dezember in Miami sein.
US-Präsident Donald Trump hat seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin zu dem Gipfel eingeladen – bisher ist aber unklar, ob dieser die Einladung annimmt. Anders als Putin war Lawrow zuletzt regelmässig bei G20-Treffen zu Gast. In der Runde ist Russland zwar offiziell noch Mitglied, Putin nahm allerdings zuletzt 2019 physisch an einem Gipfeltreffen teil. Der G20-Gruppe gehören 19 Staaten, die Europäische Union und die Afrikanische Union an.














