NATO

    Trump relativiert Kritik an Meloni nach Nato-Gipfel

    Keystone-SDA
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    Türkei,

    Nach seinem öffentlichen Streit mit Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat US-Präsident Donald Trump seinen Ton gegenüber Italien deutlich gemildert. Während er Spanien beim Nato-Gipfel in Ankara erneut scharf kritisierte, sagte er über Italien: «Italien war gut.» Fast alle Verbündeten seien gut gewesen. «Sie hatten nur einen schlechten Moment.» Spanien sei jedoch «sehr schlecht» gewesen, sagte er.

    US-Präsident Donald Trump kommt neben der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zu einem Gruppenfoto während des Nato-Gipfels in Ankara. Foto: Francisco Seco/AP/dpa
    US-Präsident Donald Trump kommt neben der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zu einem Gruppenfoto während des Nato-Gipfels in Ankara. Foto: Francisco Seco/AP/dpa - Keystone/AP/Francisco Seco

    Trump spielte damit auf den Streit über die aus seiner Sicht mangelhafte Unterstützung etlicher Nato-Partner im Konflikt mit dem Iran an. Nach seinen Angaben habe er mehrere Verbündete gefragt, ob sie helfen wollten, habe aber die Antwort erhalten, man würde in diesem Fall «lieber aussen vor bleiben». Das habe ihm nicht gefallen, sagte Trump. Grossbritannien habe erklärt, man wolle erst nach dem Ende des Krieges helfen.

    Zugleich betonte er mit Blick auf den Nato-Gipfel den Zusammenhalt der Bündnispartner. Wenn es ein Wort gebe, das den Gipfel beschreibe, dann sei es «Einigkeit».

    Zuletzt hatte Trump Meloni wiederholt scharf angegriffen. Er behauptete, Meloni habe ihn beim G7-Gipfel um ein gemeinsames Foto angefleht. Meloni wies dies als «völlig erfunden» zurück. Später legte Trump mit einem Spott-Post nach, in dem er zu einem Foto von Meloni und ihm schrieb: «Restraining order needed» – sinngemäss: «Annäherungsverbot nötig». Im Nachgang machte Trump deutlich, dass es ihm bei seiner Kritik auch um aus seiner Sicht fehlende Unterstützung im Iran-Krieg ging. Italien hatte US-Flugzeugen die Landung auf dem Stützpunkt Sigonella auf Sizilien verweigert.

    Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hatte den US-israelischen Angriff auf den Iran als völkerrechtswidrig bezeichnet und den US-Streitkräften die Nutzung gemeinsamer Militärbasen im Süden Spaniens untersagt.

    Kommentare

    Partnun123

    hat er nun doch noch kalte Füsse gekriegt?

    User #5916 (nicht angemeldet)

    Donald Trump ist ein skurriler Mensch und seine politischen Methoden, zumindest für Europäer, irritierend. Europa hat Schwierigkeiten, auch wegen seiner Geschichte, sich militärisch zu positionieren. Nach Auffassung der USA, müssen alle Interessen eines Staates, auch militärisch zu verteidigen oder ein zu fordern sein. Europa hingegen wollte mehr durch faire Handelsverträge und vertrauenswürdige Politik mit allen Partnern ein gutes Verhältnis haben. Europa muss jetzt selbst als 'gefährlicher' Kriegsherr gegen die Sovjets und andere kriminelle Pariastaaten antreten und das alles macht Bauchschmerzen. Schwierig, aber vielleicht jetzt unumgänglich.

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